Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Greenpeace-Störaktion

Generalversammlung CS-Chef Tidjane Thiam war offensichtlich hochkonzentriert und ausgezeichnet vorbereitet, als er den Aktionären die Leistung seines Teams zuerst in Deutsch, dann in Englisch und schliesslich in Französisch erläuterte. Er liess sich zunächst nicht einmal stören, als plötzlich über seinem Kopf Greenpeace-Aktivisten unterhalb der Beleuchtungsanlage des Hallenstadions ein Transparent entrollten. «Stop Dirty Pipeline Deals» stand darauf. Thiam kommentierte die Aktion lakonisch: «Ich unterstütze die freie Meinungsäusserung.»

Nach einer kurzen Unterbrechung setzte der Manager seine Rede fort, während sich die Akrobaten dem Boden näherten. Greenpeace wirft der CS vor, den Bau der umstrittenen Dakota Access Pipeline mitzufinanzieren, die durch ein Gebiet der Standing Rock Sioux führt. Dort befinden sich heilige Stätten der Indianer. CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner bestritt dies am Freitag. Die Bank sei nicht an der Finanzierung der Pipeline beteiligt. Hingegen gewährte sie dem Pipelinebauer Energy Transfer Equity Betriebskredite. Schon vor Beginn der Versammlung hatten Greenpeace-Akteure die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als sie ein Pipelinerohr in den Eingangsbereich des Stadions rollten. Die Polizei nahm die Personalien der 26 Beteiligten auf. Verhaftungen gab es keine.

Aktionär Hans-Jacob Heitz sagte in der Versammlung, als Generalstabsoberst wundere er sich über das Sicherheitskonzept, das eine solche Aktion zulasse. Ihm hätten Sicherheitskräfte in die Taschen geguckt, ärgerte sich ein anderer über die Prioritäten im Sicherheits­dispositiv. Wären Gewalttäter am Werk gewesen, hätte die Sache in der Tat schlimm enden können. Felix Frei, Chef der Betreibergesellschaft Hallenstadion AG, wollte das Sicherheitsdispositiv nicht kommentieren. «Veranstalterin ist die CS. Grundsätzlich ist sie daher selber für die Sicherheit zuständig.» Von CS-Sprecher Christoph Meier hiess es: «Wir werden der Frage nachgehen, wie es zu diesen Aktionen kommen konnte.» (dzz)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.