Behinderte

Grosse Arbeitgeber wollen keine Behinderten einstellen

Die sechste IV-Revision sieht vor, dass 12 000 bis 17 000 IV-Bezüger in Zukunft arbeiten sollen. Allerdings sind die grossen Arbeitgeber in der Schweiz kaum bereit, Behinderte anzustellen.

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Keystone

Die sechste IV-Revision sieht vor, dass 12 000 bis 17 000 IV-Bezüger in Zukunft arbeiten sollen. Allerdings sind die grossen Arbeitgeber in der Schweiz kaum bereit, Behinderte anzustellen.

Das zeigt eine Umfrage, welche die Behindertenorganisation Pro Infirmis bei 35 Grossunternehmen durchgeführt hat und deren Resultate der «NZZ am Sonntag» vorliegen. «Das Resultat der Umfrage ist mehr als ernüchternd», sagt Mark Zumbühl, Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Infirmis. «Die Hälfte der befragten Unternehmen hat nicht einmal reagiert. Und diejenigen Firmen, die geantwortet haben, zeigen kaum Bereitschaft, in Zukunft mehr Behinderte zu beschäftigen.»

Unter den Unternehmen, die auf die Umfrage antworteten, befinden sich die SBB, die Post, Coop, Migros, die UBS, die Credit Suisse und Novartis. Der Nationalrat entscheidet über die sogenannte «IV-Revision 6a», die zu jährlichen Einsparungen von 230 Millionen Franken führen soll, am nächsten Dienstag. (cbk)