Finanzlage
Gute Finanzlage

Thürnen stellt 100 000 Franken zurück.

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Keystone

Ueli Frei

Die gute Finanzlage im letzten Jahr erlaubte es dem Thürner Gemeinderat, einer Empfehlung des Regierungsrates nachzukommen. Er stellte 100 000 Franken für das Loch in der Pensionskasse des Kantons (BLPK) zurück, damit das Gemeindepersonal dereinst keine Renteneinbusse erleide. 700 000 Franken beträgt die Deckungslücke der BLPK allein für das Personal der Gemeinde.

«Ich hoffe, die Rückstellungen sind zweckgebunden», meldete sich ein Bürger zu Wort. Dies konnte der Gemeinderat bestätigen. Bei den Steuererträgen stützte sich Thürnen auf die Prognose des Kantons. Diese sei nicht eingetroffen und habe sich zudem mit der Senkung des Steuersatzes kumuliert, so Finanzchef Jakob Brun.

Die Steuern der natürlichen Personen lagen deshalb um 174 000 Franken tiefer als erwartet. Dennoch schliesst die Rechnung pro 2008 um 46 000 Franken besser ab als budgetiert. Unter dem Strich beträgt das Defizit der Einwohnerkasse 176 000 Franken. Der Souverän genehmigte den Abschluss nach kurzer Diskussion einstimmig.

Polizeireglement angepasst

Thürnen passt sein gut 15-jähriges Polizeireglement den veränderten gesetzlichen Grundlagen an. Die Ruhezeit über Mittag wurde auf eine Stunde reduziert. Am Samstag verstummen die Rasenmäher in Zukunft schon um 18 statt erst um 20 Uhr. Auch diesem Geschäft stimmte der Souverän einstimmig zu.

Auf Antrag aus der Bevölkerung beschafft Thürnen zwei Gemeinde-Tageskarten für insgesamt 20 000 Franken. «Die Statistiken umliegender Gemeinden zeigen eine Auslastung von 90 bis 100 Prozent», unterstützte ein Bürger den Antrag. Werden die Tageskarten täglich genutzt, seien sie für die Gemeinde kostenneutral, hielt der Finanzchef fest.

Grundsätzlich unterstützte auch der Gemeinderat den Antrag. Er wollte aber einen Versuchsbetrieb für vorerst ein Jahr. Auch der Beschluss des Gemeinderates, im Asylwesen mit der Nachbargemeinde Diepflingen zusammenzuarbeiten, kam beim Stimmvolk gut an. «Ziel ist der weiterhin kostendeckende Betrieb», erklärte Gemeindepräsident Hansjörg Hänggi.