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Handy-Bahnbilletts und -Bordkarten werden beliebter

SBB-Kunden und Swiss-Passagiere greifen immer häufiger zum Mobiltelefon. Swiss-Passagiere können sich seit vier Monaten die Bordkarte direkt aufs Handy laden. Auch bei den SBB erfreut sich der Service steigender Beliebtheit. Seit der Lancierung des Services im Sommer 2009 wurden markant mehr Bahntickets über die iPhone-App verkauft.

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SBB-Ticket

SBB-Ticket

Zur Verfügung gestellt

Bei den SBB ist es seit dem Sommer 2009 möglich, Tickets direkt via iPhone zu kaufen. Das Ticket wird dabei direkt aufs Handy geladen - ein Ausdruck ist daher nicht nötig. Schon seit Februar 2009 war es möglich Tickets auf anderen java-fähigen Handys zu beziehen, doch erst seit der Lancierung der iPhone-App sind die Verkaufszahlen explodiert. Auf aktuell 400'000 Nutzer beziffert SBB-Mediensprecher Roman Marti gegenüber a-z.ch. Genauere Verkaufszahlen wollen die SBB vorerst noch nicht bekanntgeben. Aber bereits 1 von 4 elektronischen Tickets wird via Handy erworben.

Swiss kommuniziert offener

Seit vier Monaten können Swiss-Passagiere ihre Bordkarte per Handy empfangen. Das Ausdrucken des Tickets zu Hause oder beim Check-in-Schalter ist damit nicht mehr nötig. Dieser Service kommt bei den Kunden an: «Die Anzahl der ausgestellten mobilen Bordkarten steigt stetig », sagt Swiss-Sprecherin Andrea Kreuzer. «In den vergangenen Wochen waren es im Schnitt fast tausend Bordkarten pro Tag.» Seit der Einführung wurde die mobile Bordkarte bereits 75 000-mal genutzt.

Und so funktionierts: Checkt der Passagier online ein – sei es zu Hause am Computer oder auf dem Handy –, kann sich der Kunde seine Bordkarte direkt als SMS oder E-Mail auf sein internetfähiges Handy schicken. Darauf stehen dieselben Informationen wie auf dem herkömmlichen Papierticket: Name, Flugnummer und Abflugzeit. Zudem enthält das elektronische Ticket einen 2-D-Barcode, mit dem die Reisenden ihr Gepäck am Schalter abgeben, die Passkontrolle passieren und direkt ans Abfluggate gehen können. Und was, wenn das Handy plötzlich den Geist aufgibt? Dann kann man sich durch Vorweisen des Passes problemlos eine neue Bordkarte ausdrucken lassen», sagt Kreuzer. Bis jetzt gilt das Mobile-Ticket erst ab 29 Flughäfen, die von der Swiss angeflogen werden. Es sollen aber laufend neue Destinationen hinzukommen. Heute checken bereits rund 70 Prozent der Passagiere ab Zürich nicht mehr am herkömmlichen Schalter ein, sondern entweder online, via Handy oder am Touch-Screen-Automaten am Flughafen.

(bwe/pat)