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Helmut Hubachers erfolgreichste Niederlage

Vom «Marignano des Finanzplatzes» und vom Bankgeheimnis als «Maginot-Linie der schweizerischen Neutralität» war die Rede, als sich der Nationalrat in der Sommersession 1977 mit dem Chiasso-Skandal befasste. SP-Präsident Helmut Hubacher weidete den Fall genüsslich aus. «Die Taube von Chiasso ist in der Pfanne der SP gelandet», sagte er und brachte bürgerliche Politiker in Rage.

Nein-Stimmenanteil von 73 Prozent

Die SP kündigte eine Volksinitiative gegen die Kapitalflucht an. Vorbereitet wurde sie unter Federführung von Rudolf Strahm; beteiligt waren unter anderem Peter Nobel, Daniel Zuberbühler und Jakob Tanner. Die «Volksinitiative gegen den Missbrauch des Bankgeheimnisses und der Bankenmacht» scheiterte am 20. Mai 1984 mit 73 Prozent Nein an der Urne. Die Weissagung des verstorbenen Finanzministers Willi Ritschard, wonach das Tabu Bankgeheimnis unantastbar wie eine Klosterfrau sei, schien sich zu bestätigen.

Inzwischen sind die meisten Anliegen der SP-Banken-Initiative allerdings verwirklicht. Für Hubacher war das Nein in der Volksabstimmung deshalb eine der erfolgreichsten Niederlagen. (bpp)

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