Sparmassnahme

Herkömmliche Telefone sollen aus Bundesverwaltung verschwinden

In der Bundesverwaltung soll nur noch über den Computer telefoniert werden. Das spare Kosten, heisst es beim Bundesamt für Informatik (BIT). Ob die herkömmlichen Telefonapparate wirklich ausgedient haben, entscheidet der Bundesrat im Frühling.

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Bund sieht Sparpotenzial bei Telefonanschlüssen (Symbolbild)

Bund sieht Sparpotenzial bei Telefonanschlüssen (Symbolbild)

Keystone

Die Telefonie in der Bundesverwaltung könnte auf VoIP (Voice over IP) umgestellt werden, sagte BIT-Sprecher Claudio Frigerio zu einem Bericht der "Berner Zeitung" vom Donnerstag. Die rund 37'000 Bundesangestellten müssten ihr herkömmliches Telefon abgeben und erhielten stattdessen Kopfhörer mit Mikrofon für den Computer.

Das BIT rechnet mit Investitionskosten von rund 10 bis 15 Millionen Franken. Unter den Strich sei die neue Technologie aber günstiger, sagte Frigerio. So könne zum Beispiel auf die heute rund 500 internen Telefonzentralen verzichtet werden. Solche Zentralen bauen auf proprietäre Technologien, was mehr kostet.

Mit VoIP würden interne Telefonate über das bundeseigene Datennetz laufen. Anrufe aus Bundesverwaltung heraus gingen zuerst ebenfalls über das Netz der Bundes, dann aber normal weiter über die Leitung eines Telekomm-Anbieters. Es sei dieselbe Technologie wie sie beispielsweise "Skype" im Internet benutze, sagte Frigerio.

Über das Internet selber würden die Bundesangestellten aber nicht telefonieren, wie Frigerio weiter sagte. Deshalb halte sich die Gefahr von Hackerangriffen auch im Grenzen. Das bundeseigene Datennetz sei unter anderem mit einer Firewall von Angriffen geschützt, die aus dem Internet kommen würden.

Punkto Zuverlässigkeit sieht Frigerio keine Probleme. Im Gegensatz zu "Skype", das im Internet nicht immer ausreichend freie Bandbreite hat, habe das Datennetz des Bundes eine bessere Verfügbarkeit. Als Alternative zum Computer könnten - etwa in Liften oder Korridoren - VoIP-fähige Telefongeräte installiert werden.