Detailhandel
Hier gibt es die Plastiksäckli noch gratis – aber nicht mehr lange

Die Migros hat vor mehr als einem Jahr den ersten Schritt gemacht und verkaufte Einweg-Plastiksäcke neu zu einem Preis von fünf Rappen. Coop, Denner und andere Detailhändler folgten – nur im Volg und in der Landi gibts die Säckli noch gratis. Aber auch nicht mehr lange.

Nora Güdemann
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Plastiksäckli
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Ab 2018 wird auch Volg fünf Rappen für ein Einweg-Plastiksäckli verlangen.
So auch die Landi.
Bald kostenpflichtig: Einwegsäckli bei Migrolino.
Denner verlangt seit September Geld für den Plastiksack.
Manor ebenso. Das Warenhaus konnte einen Rückgang von 80 Prozent verbuchen.
Seit Februar 2017 verlangt Coop fünf Rappen für den Plastiksack – und konnte seither 850 Tonnen Plastik sparen.
Spar führt einen Rückgang von 85 Prozent an.
Die erste im Bunde war die Migros: Seit mehr als einem Jahr sind hier die Plastiksäckli kostenpflichtig.
Lidl hat seit der Markteinführung im Jahr 2009 keine Einweg-Säcke im Angebot.
So auch Aldi Suisse, die seit 2005 auf Plastiksäckli verzichten.

Plastiksäckli

KEYSTONE/SIGGI BUCHER

"Ab dem 01.01.2018 werden die Einweg-Plastiksäckli an den Volg-Kassen nur noch gegen eine Gebühr von 5 Rappen abgegeben", bestätigt der Detailhändler Volg auf Nachfrage der AZ. In den schweizweit rund 580 Filialen würden die Säcke ausserdem aus recycelbarem Material bestehen.

Auch die Landi macht neu mit: "Es ist geplant, die Plastiksäcke per Anfang Jahr kostenpflichtig abzugeben", gibt die Ladenkette bekannt.

Vor mehr als einem Jahr verlangte die Migros als Erste fünf Rappen für ein Plastiksäckli an der Kasse. Ihr folgten Coop, Spar, Manor und andere Detaillisten. Volg und Landi waren bisher die einzigen, die die Säckli noch gratis zur Verfügung stellten.

Wie das Schweizer Radio SRF berichtete, zeigte die Massnahme Erfolg. Die Anzahl Plastiksäcke ist immens zurückgegangen. Coop gab an, pro Jahr 850 Tonnen Plastik einsparen zu können. Laut der AZ plant auch der Migros-Ableger Migrolino die Einführung des kostenpflichtigen Plastiksacks. Anders bei Coop: Bei Sapori d’Italia und den von der Coop Mineralöl AG geführten Coop-Pronto-Shops will man von kostenpflichtigen Plastiksäckli nichts wissen.