Fernsehgenossenschaft Affoltern
Im Wettbewerb mit anderen Anbietern

Die Fernsehgenossenschaft Affoltern (FGA) will die Modernisierung des Netzes bis 2012 abschliessen. Sie prüft auch die Erschliessung aller Gebäude mit Glasfaserkabel, steht aber da möglicherweise im Wettbewerb mit anderen Anbietern.

Merken
Drucken
Teilen
Im Wettbewerb mit anderen Anbietern

Im Wettbewerb mit anderen Anbietern

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Von Werner Schneiter

FGA-Präsident Peter Bolliger und Geschäftsführer André Kuchen liessen an der 34. Generalversammlung im Café 66 in Zwillikon die Geschehnisse des vergangenen Jahres Revue passieren. Im Vordergrund standen die Netzsanierung, das Beheben von Störungen die Beseitigung von Altlasten und die Modernisierung, zum Beispiel mit der Verkleinerung der Zellen. Mit dem Einsatz von Beat Schöpfer, der für die Planung verantwortlich ist, konnte die Zahl der Arbeitsvergaben an andere Firmen reduziert und dadurch die Kosten gesenkt werden. Heute werden einzig die Tiefbauarbeiten nicht in eigener Regie ausgeführt. Hervorgehoben wurden die 2009 zum Abschluss gebrachten Arbeiten in Obfelden; das Netz der Gemeinde wurde in einem Zug modernisiert. Ferner hat die FGA einen grossen Planungsauftrag in Knonau, aber auch in Affoltern zahlreiche Netzanschlüsse tätigen können - unter anderem bei der Autobahnraststätte. «Wir können heute - wie in Bonstetten - Datenleitungen für Internetanschluss mit 100 MB pro Sekunde anbieten», so André Kuchen.
In diesem Jahr wird die Modernisierung des Netzes weiter vorangetrieben. Mit der Verkleinerung der einzelnen Zellen - rund ein Viertel davon ist vollbracht - sind pro Zelle nur noch maximal 200 statt bis zu 500 Kunden angeschlossen, was eine wesentlich bessere Empfangsqualität und eine schnelle, störungsfreie Datenübertragung garantiert. Bis 2012 sind es 30 statt wie derzeit 14 solcher Zellen. Insgesamt konnte die FGA die Störfälle massiv reduzieren. «Hohe Netzverfügbarkeit und wenig Störungen» - so ein Leitsatz der FGA, die in Affoltern acht Mitarbeitende beschäftigt.
Glasfaser bis ins Haus
Mit Kupferkabel stossen Anbieter mehr und mehr an die Grenze der Kapazitäten. Sie werden durch 9 Mikrometer (Millionstel Meter) «dicke» Glasfaserkabel ersetzt. Das «Zauberwort» heisst hier: Fiber to the home (FTTH), also die Erschliessung mit Glasfaser bis zur Liegenschaft des Empfängers. Andere Anbieter bemühen sich darum, haben aber in unserem Gebiet noch keine Verträge unterzeichnet», so André Kuchen. Kommen andere Anbieter mit FTTH oder die FGA? Parallel zwei Glasfasernetze - das wäre laut Geschäftsführer volkswirtschaftlicher Unsinn. Wer realisiert also FTTH zuerst? «Für die Erschliessung aller Gebäude mit Glasfaserkabel braucht es seriöse Abklärungen, weil einige Millionen Franken investiert werden müssen», sagt Kuchen. Die FGA befindet sich also in einer Wettbewerbssituation und will aus diesem Grund auch mehr Marketing betreiben. Die Homepage (www.fgaffoltern.ch) wurde bereits aufgerüstet und mit einem Film bestückt. Sie hat auch ein neues Logo «Ihr Kabelnetz». - Die FGA zählt unter anderem gegen 2000 Genossenschafter und rund 4700 Abonnenten, 700 Internet-Abos und über 1000 mit digitalem Empfang für Radio und Fernsehen. Tendenz: steigend.