Immobilien
Gewinnrückgang bei Zug Estates

Das Geschäftsjahr 2020 war bei Zug Estates geprägt durch die Auswirkungen der Coronapandemie. Der Liegenschaftsertrag steigt zwar, im Segment Hotel & Gastro gibt es aber Umsatzeinbussen.

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Das Gartenhochhaus Aglaya bei der Suurstoffi in Rotkreuz.

Das Gartenhochhaus Aglaya bei der Suurstoffi in Rotkreuz.

Bild: Patrick Hürlimann (21. Oktober 2020)

(lil/mim) Das Immobilienunternehmen Zug Estates konnte letztes Jahr den Liegenschaftenertrag zwar um 6,1 Prozent auf 57,8 Millionen Franken steigern, gleichzeitig sank aber der Gewinn wegen des Wegfalls von Sondereffekten. Wie das auf den Standort Zug fokussierte Unternehmen am Freitag mitteilte, reduzierte sich das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertungen um 7,2 Prozent auf 49,6 Millionen Franken. Im vergangenen Geschäftsjahr resultierte ein Konzernergebnis von 32,3 Millionen Franken. Dieses lag 43,7 Millionen unter dem Vorjahresergebnis von 76 Millionen, welches neben deutlichen positiven Neubewertungseffekten auch diverse Sondereffekte im Umfang von 21,3 Millionen enthalten hatte – wie Gewinne aus der Veräusserung einer Renditeliegenschaft sowie einen einmaligen positiven Steuereffekt aus der Reduktion des latenten Steuersatzes.

Zug Estates konnte letztes Jahr zum Beispiel das Promotionsprojekt Aglaya fristgerecht abschliessen. Aus der Veräusserung der letzten 49 der insgesamt 85 Stockwerkeigentumswohnungen resultierten ein Ertrag von 72,5 Millionen und ein Promotionsgewinn vor Steuern von 9,5 Millionen Franken (Vorjahr: Ertrag von CHF 45.6 Mio. und Promotionsgewinn vor Steuern von CHF 7.9 Mio.). Andererseits mussten zahlreiche Mieter während des behördlich verordneten Lockdowns ihre Geschäfte schliessen. Das nahezu vollständige Erliegen des internationalen Geschäftsreiseverkehrs führte zu erheblichen Umsatzeinbussen im Segment Hotel & Gastronomie. Der Rückgang im Beherbergungsgeschäft führte zu Umsatzeinbussen von 57,8 Prozent auf noch 7 Millionen Franken.

Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung eine Erhöhung der ordentlichen Dividende um 9,7 Prozent von 31  auf 34 Franken pro Namenaktie Serie B beantragen. Des Weiteren soll eine Sonderdividende in der Höhe von 10 Franken aus dem Promotionsgewinn des Projekts Aglaya ausbezahlt werden.

Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen im Geschäftsbereich Immobilien weiterhin mit steigenden Mieterträgen. Dies aufgrund ganzjähriger Mieterträge und Mietzinssteigerungen aus bereits abgeschlossenen Mietverträgen und einzelnen Neuvermietungen. Die Entwicklung im Segment Hotel & Gastronomie hänge hingegen stark vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Aufgrund des Wegfalls des Sondereffekts aus dem Verkauf der Aglaya-Wohnungen erwartet Zug Estates für 2021 ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertung unter dem Vorjahr. Die Auswirkungen auf das Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte können nicht abschliessend eingeschätzt werden.