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INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMER ZENTRALSCHWEIZ: Neuer IHZ-Präsident plädiert für mehr Geschlossenheit

Am Neujahrsapéro der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz hielt Präsident Andreas Ruch seine erste Neujahrsansprache. Er sparte nicht mit Kritik.
Andreas Ruch, IHZ-Präsident, hielt gestern seine Neujahrsansprache. (Bild: Pius Amrein (Luzern. 3. Januar 2018))

Andreas Ruch, IHZ-Präsident, hielt gestern seine Neujahrsansprache. (Bild: Pius Amrein (Luzern. 3. Januar 2018))

Das Hotel Schweizerhof in Luzern war gestern Abend gut gefüllt mit knapp 500 Gästen, die sich den traditionsreichen Neujahrsapéro der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) trotz stürmischem Vormittag nicht entgehen lassen wollten. Wiederum waren viele Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft anwesend; unter ­ihnen auch einige Zentralschweizer Regierungsräte.

In seiner ersten Neujahrsansprache liess der im vergangenen Sommer gewählte Präsident ­Andreas Ruch mit einer guten Portion Kritik an die Adresse der politischen Entscheidungsträger aufhorchen. Er sei überzeugt, dass man in einigen grossen politischen Fragen deutlich weiter wäre, wenn Regierungen und Parlamente in Bundesbern und in den Kantonen aktiver an Kompromissen arbeiten würden, sagte der Inhaber der Altdorfer Ruch Metallbau AG.

Keine einheitliche Steuerstrategie

Als Beispiel nannte er die Steuervorlage 17, die Nachfolgevorlage für die Anfang 2017 gescheiterte Unternehmenssteuerreform III: «Gerade hier wird sich zeigen, wie die Politik, sprich Parteien und die Wirtschaft, aber auch das Stimmvolk Kompromisse ­finden und umsetzen können», sagte Ruch. Er habe sich dafür eingesetzt, dass in der Vernehmlassung zur Steuervorlage 17 die Steuerhoheit der Kantone ex­plizit beibehalten und auf eine ­einheitliche, vom Bund vorge­gebene Dividendenbesteuerung ­verzichtet werden soll. Es sei «schade», dass die Zentralschweizer Kantone diesbezüglich keine einheitliche Strategie und Meinung vertreten. Der Steuerwettbewerb und die aktuell im nationalen Vergleich noch guten steuerlichen Rahmenbedingungen in der Zentralschweiz seien grosse Standortvorteile, die unbedingt verteidigt werden müssten, so Ruch.

Aktuell nehme er aber in der Zentralschweiz weniger Geschlossenheit wahr: «Luzern orientiert sich ab und zu Richtung Aargau, andere Zentralschweizer Kantone zählen sich zur Greater Area Zurich, unter den Zentralschweizer Kantonen herrscht in einigen Fragen Uneinigkeit», stellte der IHZ-Präsident fest. Diese Haltung sorge sicher nicht für eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Er plädierte deshalb für eine geschlossene, starke Zentralschweiz. «Ich bin überzeugt, dass wir mit einem einheitlichen, starken Auftritt nach aussen vor allem in der ­Politik sehr viel mehr erreichen könnten.» Die Region Zentralschweiz müsse im Geiste zwar offen, in der Sache aber geeint und konsequent sein, sagte Ruch.

Maurizio Minetti

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