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INFRASTRUKTUR: Park Hotel Weggis: Das plant die Chenot-Gruppe

Die neuen Besitzer planen auf dem Areal des Park Hotel eine Gesundheits- und Wellnessanlage mit einer Fläche von 6000 Quadratmetern. Ihren Firmensitz verlegen sie von Lugano nach Weggis.
Rainer Rickenbach
Das Park Hotel Weggis bietet viel Potenzial im Wellness-Bereich. (Bild: Dominik Wunderli (5. Mai 2014))

Das Park Hotel Weggis bietet viel Potenzial im Wellness-Bereich. (Bild: Dominik Wunderli (5. Mai 2014))

Rainer Rickenbach

Dass bald die Chenot-Gruppe im Park Hotel Weggis das Sagen hat, wurde vergangene Woche bekannt. Die Muttergesellschaft von Chenot, der türkische Dogus-Konzern, hat mit der Park Weggis Management AG den Kaufvertrag bereits ausgehandelt (Ausgabe vom 13. Juli). «Der Besitzerwechsel geht voraussichtlich in den nächsten paar Monaten offiziell über die Bühne», sagt Raffaella Pasqualicchio, Sprecherin der Chenot-Gruppe.

Für die Schweiz und Weggis hat sich die auf Wellness- und Medizinalaufenthalte spezialisierte Hotelgruppe wegen der langen Tradition im Gesundheitstourismus entschieden. Pasqualicchio: «Die Region Weggis- Vitznau-Rigi zählte zu den ersten Ferienregionen mit einem Wellness-Qualitätslabel.» In der Tat haben sich die Luzerner Seegemeinden zum Beispiel mit Peter Pühringers Park Hotel in Vitznau oder dem Aqua Spa auf Rigi Kaltbad in diesem Segment zu einer ernstzunehmenden Destination gemausert. Die Anlage des Park Hotel sei einzigartig und biete viel Potenzial, begründet Pasqualicchio den Kauf weiter.

Zusätzliche Zimmer und grosser Wellnessbereich

Bereits Ende September wird das traditionsreiche Park Hotel Weggis für die Um- und Ausbauarbeiten geschlossen. Die Bauarbeiten dauern bis Ende des kommenden Jahres. «Im Hauptgebäude und im Schlössli-Flügel werden die Räume komplett renoviert», erklärt Pasqualicchio. Vorgesehen sind mehr als 40 zusätzliche Zimmer, heute verfügt das Fünfsternhaus über 52 Zimmer. Geplant ist zudem eine massive Erweiterung der heutigen Wellnessanlagen. Den neuen Besitzern schwebt ein Medical- und Spa-Bereich von fast 6000 Quadratmetern vor. Dort können sich die Gäste Chenot-Therapien und Gesundheitskontrollen unterziehen. Dazu gehören Beratungen, gesunde Ernährung und Programme für den Einklang von Körper und Psyche. Das Park Hotel wird aber nicht zu einer medizinischen Klinik.

Wie viele Millionen Franken die Chenot-Gruppe für Weggis lockermacht, steht gemäss Pasqualicchio noch nicht fest. Als sicher gilt indes bereits, dass die Führung der Hotelgruppe im Park Hotel einziehen wird. Chenot-Sprecherin Pasqualicchio: «In nächster Zukunft wird die Gruppe den Hauptsitz von Lugano nach Weggis verlegen.»

Beim Gesundheits- und Wellnesstourismus handle es sich um ein schnell wachsendes Tourismussegment, sagt die Sprecherin. «Die Schweiz ist von den wichtigsten europäischen Ländern aus leicht zu erreichen. Wir rechnen aber auch mit Gästen aus China, Russland und dem Mittleren Osten», so Pasqualicchio.

Die Hotelgruppe trägt den Namen des Franzosen Henri Chenot (74). Er hat das noble Palace Hotel im südtirolischen Meran zu einem international bekannten Ziel für begüterte Gesundheits- und Wellnesstouristen gemacht. Zu seinen Kenntnissen zählen unter anderem chinesische Medizin, bioenergetische Psychologie und Naturheilkunde. Ein weiteres Hotel der Chenot-Gruppe wurde kürzlich in Aserbaidschan eröffnet. Neue Hotels in Dubai und im spanischen Marbella stehen wenige Monate vor der Eröffnung.

Die Chenot-Gruppe ist eine Tochtergesellschaft des türkischen Mischkonzerns Dogus. Ihr Präsident Ferit Sahenk (53) kennt die Schweiz gut, er hat während seiner Jugendzeit in der Nähe von Lugano eine amerikanische Schule besucht. Am Anfang seiner unternehmerischen Karriere stand der Import von deutschen Automarken in die Türkei. Heute setzt das Unternehmen in der Automobilwirtschaft, im Baugewerbe, Mediengeschäft,Tourismus, Immobiliensektor, Energiesektor und der Lebensmittel- sowie Getränkeindustrie jährlich rund 4 Milliarden Franken um und beschäftigt 35 000 Mitar­beitende. Das US-Magazin «Forbes» schätzt das Privatvermögen von Ferit Sahenk auf 2 Milliarden Dollar.

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