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Infrastruktur: SBB wollen mehr Geld vom Bund

Die SBB fordern mehr Geld für den Erhalt und Ausbau ihrer Infrastruktur, als der Bund bezahlen will. Für die Periode 2017-2020 sind die Vorstellungen von Bund und SBB sehr unterschiedlich.

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Der Unterhalt der Infrastruktur kostet die SBB immer mehr Geld. Nun soll der Bund neue Mittel einschiessen. Archiv)

Der Unterhalt der Infrastruktur kostet die SBB immer mehr Geld. Nun soll der Bund neue Mittel einschiessen. Archiv)

Keystone

Derzeit führen der Bund und die SBB Gespräche über die Leistungsvereinbarung für die Periode 2017-2020. Die Vorstellungen von Bund und SBB lägenum „einige hundert Millionen Franken“ auseinander, wie Verwaltungsrats-Präsident Ulrich Gygi der „Schweiz am Sonntag“ sagt.

Zwar hätten sich die beiden Parteien bereits etwas angenähert, sagt SBB-Medienchef Stephan Wehrle dem Blatt. Trotzdem werde der Rückstand bei der Erneuerung der Infrastruktur bis 2016 noch anwachsen. Erst 2020 rechnen die SBB mit einer Stabilisierung des Nachholbedarfs – wenn alles ideal läuft. Ende 2014 betrug der Nachholbedarf für die Infrastruktur 2,5 Milliarden Franken; noch einmal 200 Millionen Franken mehr als Ende 2013.

Die Infrastruktur ist nicht das einzige Sorgenkind der Bundesbahnen: Im Fernverkehr sanken 2014 die Betriebsleitung und die Erträge, wie die „Schweiz am Sonntag“ schreibt. Der internationale Fernverkehr wiederum steckt seit Jahren in der Krise; Zahlen zu diesem Geschäftsbereich legen die SBB nun nicht mehr offen.