INTERLAKEN: Auszeichnung für Zukunftslösungen

Am Wirtschaftsforum SEF sind drei Start-up-Firmen prämiert worden. Eine davon setzt Drohnen für Bauern ein.

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Reshad Moussa (links) und Guillaume Gagnier von Geosatis holten in Interlaken ihren Preis ab. (Bild: PD)

Reshad Moussa (links) und Guillaume Gagnier von Geosatis holten in Interlaken ihren Preis ab. (Bild: PD)

Die drei Start-up-Unternehmen Geosatis, Gamaya und Felfel sind gestern am Swiss Economic Forum in Interlaken mit dem SEF-Award ausgezeichnet worden. Die Gewinner der Kategorien Produktion/Gewerbe, Hightech/Biotech und Dienstleistungen erhalten je 25 000 Franken Preisgeld.

Geosatis, der Gewinner des Jungunternehmerpreises in der Kategorie Produktion/Gewerbe, ist der einzige europäische Hersteller von elektronischen Überwachungssystemen im Strafvollzug. Die Firma stellt eine Fussfessel her, in der Sensoren durch ein GPS-Signal jederzeit den Aufenthalt von Freigängern verzeichnen. Zudem sind die Fussfesseln mit einer Technik ausgestattet, die Gesundheitsdaten aufzeichnen, und das System erkennt, wenn jemand die Fessel manipulieren will. Das 2011 gegründete Unternehmen mit Sitz im jurassischen Le Noirmont hat mittlerweile 35 Mitarbeiter und bereits mehrere Kunden weltweit.

Der Sieger in der Kategorie Hightech/Biotech ist im Bereich Smart Farming tätig. Das EPFL-Spin-off Gamaya stellt Bauern mit Hilfe von Drohnen Daten zu ihren Anbauflächen zur Verfügung. So können Betriebe ihre Effizienz und Produktivität verbessern. Die Dienstleistungen von Gamaya ermöglichen den optimalen Einsatz von Kraftstoffen, Chemikalien und Düngemitteln. Dies führt zu höheren und besseren Erträgen und minimiert die Belastung der Umwelt. Die Firma mit Sitz in Lausanne wurde 2015 gegründet und beschäftigt 18 Angestellte.

Start-up macht Kantine überflüssig

Auf den ersten Platz in der Kategorie Dienstleistungen schaffte es schliesslich die Food-Tech-­Firma Felfel aus Zürich. Das 2013 gegründete Unternehmen mit 22 Mitarbeitenden versorgt mittlerweile 82 KMU-Kunden mit Essen. Mit Felfel können Firmen ihren Mitarbeitenden, ohne jeglichen Aufwand, ein wöchentlich änderndes Menü von über 40 Produkten anbieten. Kantinen und Personalrestaurants können dadurch ersetzt werden.

Die Gerichte werden täglich von lokalen Köchen zubereitet. Ein Mittagessen gibt es ab 8 Franken, Frühstück und Snacks ab 1.50 Franken. Die Angestellten können sich 24 Stunden verpflegen und die Angebote via Smartphone-App einsehen. (sda)