Investitionen während der Krise sind ein Zeichen für die Robustheit einer Region

Zwar wurden jetzt bekanntgegebene grosse Investitionen schon vor langer Zeit geplant. Doch allein die Tatsache, dass sie nicht verschoben werden, ist ein positives Zeichen.

Maurizio Minetti
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Maurizio Minetti.

Maurizio Minetti.

Der Milchverarbeiter Emmi gibt 50 Millionen Franken aus für einen Neubau in Emmen. Die Buttisholzer Tschopp Holzindustrie AG baut für 75 Millionen Franken ein neues Sägewerk. Und nun hat auch der Luzerner Holzverarbeiter Swiss Krono Group die im Frühjahr unterbrochenen Investitionsprojekte wieder aufgenommen, um das Unternehmen für die Zukunft zu rüsten: Für das laufende Geschäftsjahr sind international Investitionen von rund 180 Millionen Euro geplant.

Das sind nur einige Beispiele grosser Ausgaben, die Zentralschweizer Unternehmen in den letzten Monaten bekanntgegeben haben – trotz Coronakrise. Zwar haben solche Investitionsentscheide einen grossen zeitlichen Vorlauf; die Ausgaben wurden also beschlossen, als Covid-19 überhaupt nicht in Sicht war. Und dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass jetzt daran festgehalten wird. In einer Krise werden zuvor beschlossene Investitionen oft eingefroren, um möglicherweise erst viel später in reduzierter Form wieder aufgenommen zu werden.

Die Pandemie hat vor allem den Tourismus, die Gastronomie und das Veranstaltungsgewerbe getroffen. Aber es gibt Sektoren mit hoher Wertschöpfung in der Zentralschweiz, die von der Krise nur am Rand betroffen sind oder gar im Aufwind sind, weil zum Beispiel zu Hause mehr Käse gegessen wird. Investitionen während der Krise sind ein Zeichen für die Robustheit einer Region.