INVESTMENTS: Suva will unbequemer werden

Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt setzt bei Investments stärker auf die Nachhaltigkeit. Und will notfalls zu speziellen Massnahmen greifen.

Dominik Buholzer
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Ernst Mäder, Finanz- und Anlagechef der Suva. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Ernst Mäder, Finanz- und Anlagechef der Suva. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Nachhaltiger und sozialer: Die Suva setzt bei ihren Investments künftig auf die Grundsätze des UN Global Compact. Dabei verpflichten sich Firmen, die Menschenrechte zu achten und zu fördern, Zwangs- und Kinderarbeit zu bekämpfen, auf jegliche Diskriminierung von Berufstätigen sowie Korruption zu verzichten sowie auf Nachhaltigkeit zu setzen. Eine Konsequenz davon: Die Suva verzichtet auf Investitionen in Agrarrohstoffe.

Finanz- und Anlagechef Ernst Mäder kündigt im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» an, dass die Suva notfalls bei Schweizer Firmen intervenieren wird. «Wenn wir das Gefühl haben, die Entwicklung läuft in die falsche Richtung, werden wir bei Unternehmen auf der Matte stehen», sagt er. Mit einem Anlagevermögen von mittlerweile 44 Milliarden Franken verfüge die Suva das nötige Gewicht, um etwas bewegen zu können oder zumindest eine Diskussion anzustossen. «Wenn wir aber das Gefühl haben, auch bei unseren Auslandinvestitionen intervenieren zu müssen, dann versuchen wir, über unsere externen Vermögensverwalter Druck auf die Unternehmen auszuüben – oder wir stossen die betroffenen Titel als letztmögliche Massnahme ab», betont Mäder weiter.

Skeptisch für das laufende Jahr

Die Schweizerische Unfallversicherung Suva hat 2013 auf ihren Anlagen eine Rendite von 4,7 Prozent erzielt. Der Deckungsgrad stieg leicht und erreicht neu 128 Prozent. Im Vorjahr hatte die Versicherung noch eine Rendite von 8,6 Prozent erreicht. Die Rendite 2013 lag trotz des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Für das laufende Jahr ist die Suva skeptisch. Ernst Mäder: «Wir gehen davon aus, dass es ein schwieriges Jahr wird.» Negative Überraschungen könnten nicht ausgeschlossen werden. «Wenn wir eine durchschnittliche Rendite von 2 bis 4 Prozent erreichen, können wir von einer einigermassen guten Entwicklung sprechen», betont Mäder.

<strong>Das vollständige Interview lesen Sie in der &laquo;Zentralschweiz am Sonntag&raquo; oder im E-Paper.</strong>