Energieversorger
IWB verkauft zwar mehr Energie, verdient aber insgesamt weniger

Die Industriellen Werke Basel (IWB) haben 2013 mehr Energie verkaufen können. Der Umsatz ging aber um 3,4 Prozent auf 762 Mio. Fr. zurück. Beim Jahresergebnis musste der Energieversorger einen Rückgang um 2,3 Prozent auf 91,3 Mio. Fr. verbuchen.

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Den gesamten Energieverkauf konnten die IWB um 3,3 Prozent auf 5773 Mio. Kilowattstunden steigern. Beim Strom wurde jedoch ein Rückgang um 0,6 Prozent auf 1479 GWh verzeichnet.

Den gesamten Energieverkauf konnten die IWB um 3,3 Prozent auf 5773 Mio. Kilowattstunden steigern. Beim Strom wurde jedoch ein Rückgang um 0,6 Prozent auf 1479 GWh verzeichnet.

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Die IWB mit ihren 796 Mitarbeitenden konnten damit nicht ganz ans Rekordjahr 2012 anknüpfen. CEO Daniel Thiel sprach jedoch am Mittwoch vor den Medien von einem "soliden Ergebnis".

Den Umsatzrückgang führte der neue Finanzchef Michael Ackermann auf einen Sonderfaktor zurück. 2012 hatten die IWB Deckungsdifferenzen beim Strom im Umfang von 20 Mio. Fr. aktivieren müssen. Grund für den tieferen Gewinn sind signifikant höhere Abschreibungen. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA konnte jedoch um 11,6 Prozent auf 210 Mio. Fr. gesteigert werden.

Weniger Strom, mehr Gas und Fernwärme

Den gesamten Energieverkauf konnten die IWB um 3,3 Prozent auf 5773 Mio. Kilowattstunden steigern. Beim Strom wurde jedoch ein Rückgang um 0,6 Prozent auf 1479 GWh verzeichnet. Innerhalb des Stadtkantons sank der Stromverbrauch gar um 2,3 Prozent auf 1457 GWh.

Wegen der kühlen Witterung - bei den Heiztagen wurde 2013 eine Zunahme um 6,3 Prozent verzeichnet - resultierte beim Erdgas ein Plus um 4,3 Prozent auf 3267 GWh. Bei der Fernwärme wurde eine Zunahme um gar 6,4 Prozent auf 1028 GWh verzeichnet. Den Trinkwasserabsatz konnten die IWB um 1,8 Prozent auf 27,8 Mio. Fr. steigern.

Die Gewinnausschüttung an den Kanton Basel-Stadt stieg 2013 um 1,9 Mio. Fr. auf 29,6 Mio. Franken. Dazu kommen nach Angaben der IWB noch Konzessionsabgaben, Zinszahlungen und gemeinwirtschaftliche Leistungen. Seit der Ausgliederung aus der kantonalen Verwaltung im Jahr 2010 summieren sich die finanziellen Leistungen der IWB an den Kanton auf insgesamt 200 Mio. Franken.

Ihre Investitionen beziffern die IWB auf 147,7 Mio. Fr. wovon 85,5 Mio. Fr. ins Netz gesteckt wurden. 2013 haben die IWB auch diverse Wind- und Solarkraftwerke erworben, die mit einem Wert von über 192 Mio. Fr. in den Büchern stehen. Zu den jeweiligen Kaufpreisen machen die IWB keine Angaben.

Für Zukunft gut aufgestellt

Nach drei Jahren in der Selbständigkeit sieht CEO Thiel die IWB in einem sich stark verändernden Umfeld gut aufgestellt. Das Unternehmen sei handlungsfähig und verfüge über eine wettbewerbsfähige Struktur.

Landesweit nehmen die IWB insofern eine besondere Position ein, als sie als einziger Anbieter Strom ausschliesslich aus erneuerbarer Energie anbieten. Dies laut Thiel nicht nur zum tiefsten Preis, sondern auch mit einer überdurchschnittlichen Versorgungssicherheit. Pro Kunde und Jahr beträgt der Stromausfall nur gerade zwei Minuten.

Nach dem Aufbau eines grossen Portfolios an erneuerbarer Stromproduktion nehmen die IWB nun die nächsten Entwicklungsschritte in Angriff: Mit intelligenten Geräten sowie dezentraler Produktion und Speicherung von Energie sollen "smarte Geschäftsmodelle" erarbeitet werden. Die IWB wollen sich als systemrelevantes Versorgungssystem langfristig am Markt behaupten können, sagte der CEO.