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Kabelfirma zieht mit über 80 Jobs von Hünenberg nach Rothenburg

Das auf Verkabelung spezialisierte Unternehmen Connect Com braucht mehr Platz und baut darum in Rothenburg einen neuen Hauptsitz. In Hünenberg bedauert man den Entscheid.
Maurizio Minetti
Visualisierung des künftigen Hauptsitzes von Connect Com in Rothenburg. (Bild: PD)

Visualisierung des künftigen Hauptsitzes von Connect Com in Rothenburg. (Bild: PD)

Geht alles nach Plan, wird die Hünenberger Technologiefirma Connect Com nächstes Jahr ihren neuen Hauptsitz in Rothenburg beziehen. Am vergangenen Mittwoch fand neben dem Möbelhaus Ikea, auf einer 10'000 Quadratmeter grossen Parzelle, der Spatenstich statt. «Wir investieren 30 Millionen Franken in den Neubau», sagt CEO Roman Wigger im Gespräch. Das Lager soll voraussichtlich im Spätherbst 2020 in Betrieb genommen werden, kurz danach zügeln die Produktions- und die Büromitarbeitenden.

Connect-Com-CEO Roman Wigger. (Bild: PD)

Connect-Com-CEO Roman Wigger. (Bild: PD)

In Rothenburg werden künftig rund 60 Personen einen fixen Arbeitsplatz haben. Das Servicetechniker-Team und die technischen Verkaufsberater arbeiten mehrheitlich unterwegs. Insgesamt werden 85 Arbeitsplätze von Hünenberg nach Rothenburg verlegt. Weitere fünf Mitarbeitende betreuen wie bisher die französischsprechenden Kunden aus der Westschweizer Niederlassung in Gland VD.

Der Spatenstich am vergangenen Mittwoch in Rothenburg. (Bild: PD)

Der Spatenstich am vergangenen Mittwoch in Rothenburg. (Bild: PD)

Von Küssnacht über Hünenberg nach Rothenburg

Connect Com hat in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Grund dafür ist der steigende Bedarf nach schnellem Internet für die Übertragung grosser Datenmengen. Das 1993 gegründete Unternehmen ist auf Glasfasertechnologie spezialisiert. In der hauseigenen Manufaktur wird geforscht, getestet, produziert und konfektioniert. Connect Com gehört neben dem Urner Dätwyler-Konzern, der Ostschweizer Huber+Suhner AG und der Zürcher Reichle & De-Massari zu den wichtigsten Schweizer Glasfaserkabelanbietern. Zu den Kunden zählen grosse Telekommunikationskonzerne, aber auch Grossfirmen, die ihre Rechenzentren mit Glasfaser erschliessen wollen.

Connect-Com-Inhaber Jörg Frei. (Bild: PD)

Connect-Com-Inhaber Jörg Frei. (Bild: PD)

Die Schweizer Belegschaft hat sich innerhalb des letzten Jahrzehnts von 45 auf knapp 90 Personen verdoppelt. Hinzu kommen rund 50 Angestellte in Nürtingen bei Stuttgart. Gesamthaft setzt Connect Com rund 60 Millionen Franken pro Jahr um, je die Hälfte in der Schweiz und in Deutschland. Die Firma gehört zu 100 Prozent Jörg Frei, der als Verwaltungsratspräsident amtet.

Ursprünglich in Küssnacht am Rigi gegründet, musste Connect Com bereits 2008 aus Platzgründen nach Hünenberg zügeln. Vier Jahre später wurde der Sitz an der Rothusstrasse vergrössert, doch irgendwann ging es nicht mehr. «In den letzten fünf Jahren haben wir im Raum Zug mögliche neue Standorte gesucht, aber nichts gefunden», sagt Wigger. In Rothenburg sei man schliesslich auch dank der Unterstützung der Wirtschaftsförderung Luzern fündig geworden. Die Parzelle gehörte ursprünglich Ikea. Warum der Möbelriese den Platz nicht mehr benötigt, war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen.

Der heutige Hauptsitz von Connect Com in Hünenberg. (Bild: PD)

Der heutige Hauptsitz von Connect Com in Hünenberg. (Bild: PD)

Es entstehen neue Jobs

In Hünenberg bedauert man den Entscheid von Connect Com. Gemeindepräsidentin Renate Huwyler zeigt aber auch ein gewisses Verständnis: «Wir haben auf dem Gemeindegebiet leider kein frei verfügbares Gewerbeland.» Huwyler setzt nun darauf, zusammen mit den Grundeigentümern und ansässigen Firmen das Gewerbegebiet Bösch-Rothus und das Arbeitsgebiet Moosmatt aufzuwerten und zu verdichten, um mehr Platz für Firmen zu schaffen. «Wir erhalten immer wieder Anfragen, die wir ablehnen müssen», sagt Huwyler.

In Rothenburg hingegen sollte vorerst genug Platz vorhanden sein. «Wir bauen ein Gebäude mit über 10'000 Quadratmetern Nutzfläche. Nebst den neuen Büroräumlichkeiten werden wir eine grosse Produktionsfläche, massiv mehr Lager- und Logistikfläche und eine Parkgarage haben», sagt Wigger. Für einen Drittel der Fläche suche man derzeit noch Mieter. «Es ist ein klares Ziel, am Standort Rothenburg weiterzuwachsen», sagt der 41-jährige Krienser. So sollen auch weitere neue Stellen geschaffen werden.

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