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KAIRO/ALTDORF: Ägyptisches Pfund belastet Orascom

Das Tourismus- und Immobilienunternehmen kämpft weiterhin mit der schwierigen Wirtschaftslage im Heimmarkt. Nun wird das Jahresergebnis zusätzlich von Währungsverlusten getrübt.
Der Bau- und Hotelkonzern Orascom Development Holding von Samih Sawiris hat einen Verlust in der Höhe von rund 200 Millionen Franken eingefahren. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Der Bau- und Hotelkonzern Orascom Development Holding von Samih Sawiris hat einen Verlust in der Höhe von rund 200 Millionen Franken eingefahren. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Ernst Meier

ernst.meier@luzernerzeitung.ch


Die Orascom Development Holding (ODH) will ihre Jahreszahlen eigentlich am 11. April veröffentlichen. Doch gestern gab es bereits einen Ausblick darauf. Die Abwertung des Ägyptischen Pfundes gegenüber dem US-Dollar führte bei Orascom 2016 zu hohen Währungsverlusten.

Hintergrund: Die Zentralbank in Kairo hat im November letzten Jahres das Ägyptische Pfund vom US-Dollar entkoppelt. In der Folge verteuerte sich die amerikanische Währung gegenüber dem Ägyptischen Pfund um über 100 Prozent. «Für uns hiess dies, dass wir unsere in Dollar gehaltenen Schulden neu bewerten mussten», sagte Orascom-CEO Khaled Bichara gestern am Telefon. Die Höhe des Währungsverlustes beziffert er auf 125 Millionen Franken, gesamthaft belasten die währungsbedingten Einflüsse die Gruppenrechnung sogar mit 157 Millionen Franken.

Die Orascom Development Holding sinkt dadurch tiefer in die roten Zahlen als erwartet. Bichara geht von einem Reinverlust zwischen 195 und 205 Millionen Franken aus. Im Vorjahr betrug der Konzernverlust 19 Millionen Franken, während im Jahr 2014 noch ein Gewinn von 41,9 Millionen Franken resultierte. Einen Ausblick gab es gestern auch zum Umsatz. Das ägyptisch-schweizerische Unternehmen, das 49 Prozent am Immobilienprojekt Andermatt-Swiss Alps hält, gibt Einnahmen in der Grössenordnung zwischen 235 und 240 Millionen Franken an. Das wäre gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von etwas mehr als 20 Prozent. «Dies ist darauf zurückzuführen, dass wir 2016 keine Landverkäufe getätigt haben», erklärte Orascom-CEO Bichara. 2015 beinhaltete das Ergebnis Landverkäufe von 65,2 Millionen Franken.

Tourismus in Ägypten erholt sich

Zufrieden zeigte sich Bichara mit den Hoteleinnahmen. Das ägyptische El Gouna entwickelte sich dank seiner sicheren Lage gut und verzeichne Auslastungen über dem Wert von anderen Destinationen in der Region, sagte er. In Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten steigerten die Resorts den Bruttogewinn von 12,7 auf 20 Millionen Franken. Auch im Immobiliensegment erzielte Orascom höhere Erträge. Die Nettoverkäufe wurden im Vergleich zum Vorjahr auf 115,2 Millionen Franken verdoppelt. Damit habe der Konzern die Verkaufsziele in El Gouna, Sifah und Lustica Bay übertroffen, hiess es.

Trotz des Dämpfers durch die Währungssituation zeigt sich Bichara optimistisch. «Operativ haben wir uns 2016 verbessert», sagte er. Der Tourismus im Heimmarkt erhole sich, und die Hoteleinnahmen von Destinationen ausserhalb Ägyptens nähmen stetig zu und reduzierten die Abhängigkeit vom Heimmarkt.

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