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Kaspersky will in Zug bleiben

Der russische IT-Firma hat Zürich als Standort für ein Schweizer Rechenzentrum gewählt. Die Vertriebsniederlassung in Steinhausen soll weiter bestehen.
Maurizio Minetti
Ilijana Vavan, Europa-Chefin bei Kaspersky, an einer Veranstaltung in Budapest. (Bild: Andreas Rentz/Getty)

Ilijana Vavan, Europa-Chefin bei Kaspersky, an einer Veranstaltung in Budapest. (Bild: Andreas Rentz/Getty)

Der russische Hersteller von IT-Security-Software Kaspersky wird nach US-Spionagevorwürfen die Daten von Kunden unter anderem aus Europa und Nordamerika von Russland in die Schweiz verlegen. Ein neues Rechenzentrum in Zürich soll bis Ende 2019 eingerichtet werden, wie Kaspersky am Dienstag ankündigte.

«Für unsere Forschung- und Entwicklungs-Infrastruktur haben wir unterschiedliche Standorte in der Schweiz in Betracht gezogen», sagt ein Kaspersky-Sprecher auf Anfrage. Zürich wurde dabei demnach aus mehreren Gründen ausgewählt: «Zum einen verfügt Zürich über ein weitreichend entwickeltes IT-Ökosystem, mit zahlreichen IT-Unternehmen, die dort lokale Niederlassungen haben. Zum anderen ist Zürich ein wirtschaftliches Zentrum und eine Finanzmetropole. Das entspricht unserem Wunsch, uns in einer entsprechenden Umgebung zu positionieren und nahe bei unseren bestehenden Kunden zu sein», so der Sprecher.

Derzeit zählt Kaspersky in der Schweiz sieben Mitarbeiter, die von der Vertriebsniederlassung in Steinhausen aus den Schweizer Markt abdecken, wie die NZZ berichtete. Laut Kaspersky gibt es aktuell keine Pläne, die Niederlassung in Zug zu schliessen.

In den USA unter Druck

Ausserdem wird Kaspersky die Produktion der gebrauchsfertigen Software noch in diesem Jahr nach Zürich verlagern. Das neue Rechenzentrum will Kaspersky von unabhängigen Kontrolleuren beaufsichtigen lassen.

Kaspersky war im vergangenen Herbst unter Druck geraten, nachdem es in US-Medien hiess, die Firma habe eine Rolle dabei gespielt, dass geheime Angriffs-Werkzeuge der NSA in die Hände russischer Geheimdienste geraten seien. Ein Mitarbeiter des US-Abhördienstes hatte die Geheimsoftware regelwidrig auf seinen privaten Computer geladen, auf dem auch Kaspersky-Sicherheitssoftware lief. Kaspersky räumte damals ein, dass die Angriffsprogramme dadurch auf den Servern der Firma in Moskau gelandet seien. Man habe sie jedoch mit niemandem geteilt und gelöscht. Dennoch wurden Kaspersky-Programme von Computern in US-Behörden verbannt.

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