Kassenrente sinkt um 12 Prozent

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Pensionskassen Anders als bei der AHV mit ihrem Umlageverfahren macht den Pensionskassen die demografische Entwicklung weniger zu schaffen. In der zweiten Säule sparen die Versicherten für sich selber. Wenn heute bei der Renditeverteilung die Berufstätigen zu kurz kommen, hat das seine Ursache in rückblickend zu hoch angesetzten Renten aus früheren Jahren. Deren Finanzierung lässt sich heute wegen des historisch tiefen Zinsumfeldes mehr recht als schlecht erwirtschaften. Die Reform der Altersvorsorge will Abhilfe schaffen, indem sie tiefere Renten für Neurentner ermöglicht. Der dafür massgebende Mindestumwandlungssatz soll von heute 6,8 auf 6 Prozent sinken. Das bringt um 12 Prozent tiefere Neurenten mit sich. Für die heutigen Rentner ändert sich nichts.

Ausgleich für kleinere Renten

Die systemfremde Umverteilung von Berufstätigen zu Rentnern werde dadurch eingedämmt, stellt die UBS fest. «Bei der Umsetzung der Reform werden die Finanzierungslücken der Pensionskassen für alle Jahrgänge kleiner», heisst es im Bericht. Insbesondere Männer über 45 bekommen gemäss UBS zudem die Rentenkürzung kaum zu spüren, da der Bundesrat plant, aus dem Sicherheitsfonds der Pensionskassen für einen Ausgleich zu sorgen. In den Genuss eines Zustupfs kommen freilich nur Neurentner, deren Kassen ihre Leistungen auf das BVG-Minimum beschränken. Es handelt sich dabei um eine Minderheit, keine 20 Prozent der Pensionskassen beschränken sich auf das gesetzliche Minimum. (rr)