Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KMU müssen schnell und flexibel sein

Auf die Schweizer KMU kommen in den nächsten Jahren grosse Veränderungen zu. Das liegt vor allem an der technologischen Entwicklung. Allerdings sieht eine Mehrheit darin eher Chancen denn Risiken.
Stefan Borkert

Mehr als zwei Drittel der Schweizer KMU erwarten in den nächsten zehn Jahren sehr starke Veränderungen. Das ist ein zentrales Ergebnis des KMU-Spiegels 2018 der Fachhochschule St. Gallen (FHS). Als Haupttreiber für Veränderungen nennen die Befragten den technologischen Wandel und die Veränderungen der Kundenbedürfnisse.

Mehr als die Hälfte der Befragten sehen eher Chancen, und für lediglich 20 Prozent überwiegen die Risiken. Demnach ist es schwieriger geworden, auf dem Markt langfristig erfolgreich zu sein, weswegen Schnelligkeit und Flexibilität für fast alle Branchen eine sehr hohe Bedeutung haben. Veränderungen haben für Unternehmen eine grosse strategische Relevanz, da sie die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen positiv oder negativ ­beeinflussen können.

Strategische Massnahmen fallen schwer

Im Umfrage-Bericht heisst es weiter, wenn es im Unternehmen gut laufe, dann falle es vielen schwer, Veränderungen zu erkennen. Gleichzeitig sei es noch schwerer, strategische Massnahmen zu ergreifen, die heute als störend oder sogar schmerzlich empfunden würden, auch wenn sie langfristig die Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen sollten.

Der KMU-Spiegel 2018 der Fachhochschule St. Gallen (FHS) untersuchte, welche Chancen und Risiken Veränderungen für Schweizer KMU bedeuten. Die befragten KMU nehmen ihr Markt- und Wettbewerbsumfeld eher volatil als stabil wahr. In dieser Erkenntnis stecke aber eine gute Nachricht, sagt Rigo Tietz vom Institut für Unternehmensführung IFU-FHS und Studienleiter. Die KMU hätten ein Bewusstsein dafür, dass sich in ihrer Branche einiges verändern werde. Rund ein Drittel der Befragten gehe sogar von starken Veränderungen aus.

Als potenzielle Risiken werden Punkte wie Preiszerfall, Kostendruck und sinkende Margen, Globalisierung und zunehmender internationaler Wettbewerb, abnehmende Kundentreue und neue Kundenbedürfnisse sowie der Mangel an qualifiziertem Personal genannt. Bei den Chancen wurden Aspekte wie die Digitalisierung und Nutzung neuer Technologien, der Fokus auf bestimmte Marktnischen oder der Standort Schweiz in Verbindung mit der positiven Aussenwahrnehmung als Synonym für Qualität und Zuverlässigkeit angegeben.

Bereits hoch- automatisiert

Somit haben die KMU bezüglich den meisten Erfolgsindikatoren wie Umsatzentwicklung überwiegend positive Erwartungen, während nur bei der Gewinnmarge in fast allen Branchen eher eine rückläufige Entwicklung vorausgesehen wird. Studienleiter Tietz erklärt, dass Unternehmen sich am Standort Schweiz in der Regel nur dann behaupten können, wenn sie bei ihren Prozessen bereits einen hohen Automatisierungsgrad erreichten und der Konkurrenz aus dem Ausland ­immer einen Schritt voraus seien. Je stärker die Veränderungen im Umfeld des Unternehmens ausgeprägt seien, umso stärker müssten sich auch Unternehmen verändern und neue Arbeitsformen und -modelle umsetzen. Mitarbeiter aller Branchen, aller Unternehmensgrössen und aller Generationen würden sich mehr zeitliche, räumliche und zunehmend auch inhaltliche Flexibilität am Arbeitsplatz wünschen, als dies durch die Unternehmen ­aktuell ermöglicht werde.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.