Konsumenten pilgern ins reformierte Aarau

Volle Parkplätze und volle Kassen: Polizei und Läden rechnen heute Donnerstag mit vielen Einkaufstouristen in Aarau und Umgebung.

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Aargauer Zeitung

Thomas Röthlin

Fronleichnam ist ein Segen fürs Gewerbe im reformierten Aargau. Der katholische Feiertag lockt jeweils tausende Badener, Freiämter, Fricktaler, Niederämter und Luzerner in unsere Region. Sie alle wohnen in Gebieten, wo heute nicht gearbeitet wird.

Fronleichnam Am Fronleichnam (2. Donnerstag nach Pfingsten) wird die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Abendmahl gefeiert. In den katholischen Gebieten des Kantons Aargau ist Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag - arbeitsrechtlich also ein Sonntag -, im mehrheitlich reformierten Berner Aargau nicht. (az)

Fronleichnam Am Fronleichnam (2. Donnerstag nach Pfingsten) wird die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Abendmahl gefeiert. In den katholischen Gebieten des Kantons Aargau ist Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag - arbeitsrechtlich also ein Sonntag -, im mehrheitlich reformierten Berner Aargau nicht. (az)

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Viel Arbeit wartet hingegen auf die Angestellten im Aarauer Coop City, wo Geschäftsführer Francis Rusca mit mehr Kunden rechnet. Man spüre, dass Shoppi und Tivoli Spreitenbach geschlossen seien. Die Interessengemeinschaft der Geschäfte im City-Märt Aarau schaltete eigens ein Fronleichnam-Inserat.

Offen ist auch das Wynecenter in Buchs. Centerleiterin Kathrin Feller sagt, sie «spekuliere» auf eine höhrere Kundenfrequenz. Im Luzernischen und in Süddeutschland habe man «offensiv» inseriert - verbunden mit einer «gewissen Umsatzerwartung». 20 Prozent mehr als an einem normalen Donnerstag solltens laut Feller sein.

Ähnlich tönts bei Media Markt Oftringen und Manor Aarau. Hier hat Sicherheitschef Thomas Duppenthaler alle Hände voll zu tun: Sanität, Brandschutz, Notausgänge - «die Sicherheit der Kunden hat höchste Prioriotät», sagt er. Abschreckend wirke die viele Kundschaft auf Ladendiebe, die sich eher beobachtet fühlten.

Nicht aus der Ruhe bringen von all den AG-, SO- und LU-Autonummern lässt sich der Aarauer Stadtpolizeichef Daniel Ringier. Es sei zwar extra ein Verkehrsverantwortlicher für diesen Tag bestimmt, aber ein grösseres Polizeiaufgebot habe er nicht disponiert. Die Leute müssten halt damit leben, dass sie nicht gleich einen Parkplatz finden oder im Stau stehen. «Wir können auch nicht mehr Platz schaffen», so Ringier lapidar. Und wer nur zum Flanieren nach Aarau komme, könne ja den Zug nehmen.