LafargeHolcim verkauft sein Indonesien-Geschäft

Als Teil der Strategie 2022 zieht sich der Zementkonzern mit Sitz in Zug aus dem asiatischen Grossmarkt zurück. Zuletzt resultierte in Indonesien ein Verlust.

Daniel Zulauf
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LafargeHolcim-CEO Jan Jenisch treibt den Umbau des Zementriesen voran. Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 2. März 2018)

LafargeHolcim-CEO Jan Jenisch treibt den Umbau des Zementriesen voran. Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 2. März 2018)

Der Zementkonzern LafargeHolcim mit Sitz in Zug will in Indonesien nicht mehr weiter geschäften. Der Weltmarktführer verkauft seinen Anteil von 80 Prozent an Holcim Indonesien an den staatlich kontrollierten Marktführer Semen Indonesia und erhält dafür rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Zu den Aktivitäten von LafargeHolcim in dem asiatischen Land gehören vier Zementwerke, 33 Transportbetonwerke sowie zwei Steinbrüche.

Der Verkauf ist Bestandteil der Strategie 2022 unter der sich LafargeHolcim gegenüber seinen Aktionären und Gläubigern verpflichtet hat, Unternehmensteile im Wert von mindestens 2 Milliarden Franken zu veräussern. Der Erlös aus diesen Desinvestitionen soll zum Abbau von Schulden eingesetzt werden. Der Verkauf sei nach einer tiefgreifenden Portfolioanalyse erfolgt, teilte LafargeHolcim mit.

Holcim Indonesia hatte 2017 aus einem Umsatz von umgerechnet rund 680 Millionen Franken einen Verlust von über 50 Millionen Franken gezogen. Mit einem Umsatzanteil von rund 2,6 Prozent fällt Indonesien in der Rechnung von LafargeHolcim zwar nicht allzu schwer ins Gewicht, doch mit seinen 260 Millionen Einwohnern gehört Indonesien zu den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt.

Im Urteil des Internationalen Währungsfonds macht das Land seit einigen Jahren wirtschaftlich, politisch und sozial bedeutende Fortschritte.

LafargeHolcim steigert Umsatz deutlich

Der Baustoffkonzern LafargeHolcim hat im dritten Quartal 2018 den Umsatz deutlich gesteigert. Das Betriebsergebnis legte überproportional zu und alle vier Segmente konnten den Absatz steigern.