LANDIS+GYR: Landis+Gyr streicht in Zug 60 Arbeitsplätze

Der Zuger Traditionskonzern verlagert Geschäftsbereiche nach Prag und nach Nürnberg. Zug soll aber Hauptsitz und Forschungszentrum von L+G bleiben.

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Ein Blick in die Produktion von hochpräzisen Stromzählern bei Landis+Gyr, dem Schweizer Unternehmen für Energiemanagement und Messtechniken. (Bild: Keystone)

Ein Blick in die Produktion von hochpräzisen Stromzählern bei Landis+Gyr, dem Schweizer Unternehmen für Energiemanagement und Messtechniken. (Bild: Keystone)

«Kostendruck und hoher Wettbewerb» seien die Gründe, weshalb man sich bei Landis+Gyr gezwungen sieht, organisatorische Massnahmen in die Wege zu leiten, lässt das Unternehmen heute per Medienmitteilung verlauten. Die Konsequenz: Landis+Gyr plant für die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) ein Servicecenter in Prag, Tschechien, aufzubauen. Ein weiteres Center ist in Nürnberg, Deutschland, geplant. Durch diesen Entscheid seien 60 Stellen am Hauptsitz in der Stadt Zug betroffen, heisst es weiter.

Laut einem L+G-Sprecher sind die Sozialpartner informiert worden. «Für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht ein Sozialplan», sagt der Sprecher. Nach dem Stellenabbau wird der Hersteller von Stromzählern in der Stadt Zug noch 270 Personen beschäftigten. Vor zwei Jahren wurden in der Produktion bereits 30 Stellen nach Griechenland verlagert.

Trotz dem schleichenden Abbau halte man am Standort Zug fest, heisst es. «In Zug wird der globale Konzernsitz und der Hauptsitz der Region EMEA bleiben», versichert der Firmensprecher. Gleichzeitig werde Zug ein wichtiges Forschungs- und Entwicklungszentrum bleiben.

Landis+Gyr ist die Schweizer Stromzähler-Tochter des angeschlagenen japanischen Industriekonzerns Toshiba. Der Konzern sucht derzeit für seine Tochter einen Käufer.

Ernst Meier