Landis+Gyr streicht vorerst die Dividende

Management und Verwaltungsrat kürzen sich den Lohn.

Drucken
Teilen

(mim) Als Vorsichtsmassnahmen wegen der Unsicherheit im Zusammenhang mit der Coronapandemie schlägt der Verwaltungsrat von Landis + Gyr der Generalversammlung im Juni 2020 keine Dividenden-Ausschüttung vor. Stattdessen habe man beschlossen, die Entscheidung über die Dividende aufzuschieben und die Situation Ende September neu zu beurteilen, teilte der Zuger Hersteller von intelligenten Stromzählern am Mittwoch mit. Ausserdem wird die Konzernleitung für sechs Monate eine zehnprozentige Kürzung des Grundgehalts vornehmen. Grund- sowie Ausschusshonorare der Mitglieder des Verwaltungsrates werden ebenfalls für sechs Monate um 10 Prozent reduziert.

Auf eine Prognose für das laufende Jahr verzichtet Landis + Gyr. Die Auswirkungen der Coronakrise auf den Umsatz könnte «je nach Verlauf wesentlich sein», heisst es. Während die meisten nordamerikanischen Kunden weiterhin Zähler installierten, hätten mehrere Schlüsselkunden in Europa Installationen ausgesetzt oder verschoben, insbesondere in Grossbritannien, Frankreich und den Niederlanden. Bislang habe man allerdings keine grösseren Projektabbrüche hinnehmen müssen, und die Software- sowie Dienstleistungsverträge würden unverändert weiterlaufen.

Bereits in dem per Ende März abgeschlossene Geschäftsjahr 2019 litt das Unternehmen unter dem Einfluss der Coronakrise. Der Umsatz sank um 3,8 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar. In der Region Amerika gingen die Verkäufe besonders stark zurück (siehe Tabelle). Grund dafür waren regulatorische Verzögerungen bei Projektgenehmigungen sowie das Auslaufen von zwei Grossprojekten in den USA.