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Leistungslohn erhöht Leistung

Arbeit Ein Auslaufmodell ist für Margrit Osterloh, Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Zürich, die Idee des Leistungslohns. Fixlöhne, ergänzt durch Auszeichnungen und Feedback, hätten eine stärkere Wirkung auf die Arbeitsleistung als der Bonus, schreibt sie unter Verweis auf Untersuchungen, die den Nutzen des Leistungslohnes für komplexe, mehrschichtige Tätigkeiten nicht nachweisen konnten.

Osterloh argumentiert, dass Manager ihre Arbeit nicht nur erledigen wollen, um mehr Geld zu erhalten. Vielmehr suchen sie in der Arbeit auch Begeisterung. Sie seien eben auch «intrinsisch motiviert». Ironischerweise hat mit dem finnischen Ökonomen Bengt Holmström letzten Herbst einer der Erfinder des Leistungslohnes den Nobelpreis erhalten. 1979 zeigte der Wissenschafter in einem vielbeachteten Aufsatz, dass ein vertraglich optimal aufgesetzter Lohn für einen Manager direkt von den Folgen seiner Entscheide abhängen sollte.

Gleichzeitig warnte er aber auch, dass Boni eine schädliche Wirkung entfalten können, wenn verschiedene gleichwertige Ziele mit teilweise gegensätzlichen Methoden erreicht werden müssten. Dass Banker einseitig für die Inkaufnahme von Risiken entlöhnt werden, während die Wahrung der finanziellen Stärke der Banken kein Bonuskriterium ist, wäre somit kein Widerspruch. (dz)

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