Pharmaindustrie
Lonza beendet Biosimilars-Gemeinschaftsunternehmen mit Teva

Der Basler Biozid- und Pharmawirkstoffhersteller Lonza beerdigt das 2009 gegründete Gemeinschaftsunternehmen für Biosimilars mit dem israelischen Generikahersteller Teva. Der Entscheid werde es beiden Unternehmen ermöglichen, ihre eigenen Strategien in dem Bereich weiterzuverfolgen.

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Lonza will sich auf die Auftragsherstellung und die Zelllinienkonstruktion konzentrieren.

Lonza will sich auf die Auftragsherstellung und die Zelllinienkonstruktion konzentrieren.

Keystone

Lonza will sich den Angaben zufolge auf die Auftragsherstellung und die Zelllinienkonstruktion konzentrieren. Teva strebt ein ausgewogeneres Portfolio an Biologics, Biobetters und Biosimilars an. Letzteres sind biotechnologisch erzeugte Arzneimittel, deren Zusammensetzung im Gegensatz zu herkömmlichen Generika nicht völlig identisch ist mit dem Originalwirkstoff.

Dass die Zusammenarbeit zwischen Lonza und dem weltgrössten Generikahersteller Teva für das betreffende Biosimilars-Projekt auf der Kippe stand, war schon seit längerem bekannt. Bereits im Januar hatte Lonza-Chef Richard Ridinger angekündigt, man werde das Joint Venture wegen der hohen Investitionen, die für die Herstellung biotechnologischer Nachahmermedikamente nötig seien, genauer unter die Lupe nehmen.

Im Communiqué vom Donnerstag heisst es denn auch, durch die Auflösung des Joint Ventures würden sich die vorgesehenen Investitionen von Lonza in den nächsten drei Jahren um über 150 Mio. Fr. reduzieren. Lonza-Sprecher Dominik Werner erklärte auf Anfrage, in anderen Bereichen werde Lonza durchaus auch künftig mit Teva zusammenarbeiten. Um welche Arzneistoffe oder Technologien es sich dabei handelt, wollte der Sprecher allerdings nicht preisgeben.

Das in Basel domizilierte Unternehmen stellte am Donnerstag überdies seine Halbjahreszahlen vor. Während der Umsatz um 11,2 Prozent auf 1,744 Mrd. Fr. sank, stieg der Betriebsgewinn (EBIT) im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9,8 Prozent auf 213 Mio. Franken. Lonzas Nettoverschuldung verkleinerte sich derweil um 4,5 Prozent auf 2,417 Mrd. Franken.