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Lonza gliedert Bereich aus und plant Stellenabbau

Neuer Chef streicht 130 Jobs und nimmt Auslagerung einer ganzen Konzerndivision in Angriff. Damit vollzieht er eine strategische Kehrtwende.
Daniel Zulauf
Beim Spezialchemiekonzern Lonza soll eine Sparte ausgegliedert werden. (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

Beim Spezialchemiekonzern Lonza soll eine Sparte ausgegliedert werden. (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

Fünf Monate nach seiner Beförderung nimmt der neue Lonza-Chef Marc Funk tiefgreifende Massnahmen im Konzern in Angriff. In der Geschäftssparte, die für die Herstellung chemischer Zusatzstoffe («Special Ingredients») zuständig ist, kommt es voraussichtlich zu einem Abbau von 130 Jobs, davon 50 in der Schweiz und 35 in den USA. Der Einschnitt diene der Effizienzsteigerung, schreibt das Basler Unternehmen. Zudem soll die Sparte organisatorisch verselbstständigt werden. In Investorenkreisen wird der Schritt als Vorstufe zu einem Verkauf gesehen.

Die Division trug 2018 mit einem Umsatz von 2,4 Milliarden Franken 43 Prozent zu den Gesamtverkäufen der Firma bei. Der Betriebsgewinn erreichte mit 421 Millionen Franken einen leicht unterproportionalen Anteil am Konzernergebnis. Den Investoren scheint die Aussicht auf eine Konzentration des Geschäfts auf die margenstärkere Biotech- und Pharmadivision zu gefallen. Die Lonza-Aktien legten gestern über 3 Prozent auf gegen 320 Franken zu.

Vorgänger hatte auf engere Verzahnung hingearbeitet

Funks Vorgänger Richard Ridinger hatte auf eine engere Verzahnung der Divisionen hingearbeitet, um Synergien zu nützen und die einzelnen Produktionsstandorte, darunter Visp mit rund 2500 Mitarbeitern, zu stärken. Ridinger stellte Lonza als Gruppe unter das Motto «closer than you think», was die technologische Nähe der unterschiedlichen Geschäftsbereiche beschreiben sollte.

Was die Kehrtwende für die Angestellten bedeutet, ist vorerst offen. Die Special-Ingredients-Division beschäftigt 800 Mitarbeiter in der Schweiz. Von diesen sind 700 in Visp und 100 in Basel tätig. Der Strategieänderung und dem Chefwechsel war 2018 ein Wechsel im Verwaltungsratspräsidium vorausgegangen. Der Basler Rolf Soiron übergab an den Waadtländer Geberit-Präsidenten Albert Baehny. Dieser ernannte im Januar den Westschweizer Marc Funk zum CEO, der zuvor die Sparte Pharma und Biotech geleitet hatte.

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