Pharmaindustrie
Lonza schliesst Anlagen in den USA, Irland und Frankreich

Lonza hat im ersten Halbjahr im Zuge seiner Neuausrichtung eine Reihe weitreichender strategischer Beschlüsse gefasst. So werden beispielsweise die Anlagen und Aktivitäten im Bereich mikrobielle Biopharmazeutika künftig am Standort Visp VS konzentriert.

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Blick aufs Lonza Firmengelände in Visp (Archiv)

Blick aufs Lonza Firmengelände in Visp (Archiv)

Keystone

Die Biologics-Anlage in Hopkinton im US-Bundesstaat Massachusetts werde in der Folge allmählich heruntergefahren, teilte der Basler Konzern am Donnerstag mit. Dies löse eine Wertberichtigung von 69 Mio. Fr. aus, welche im ersten Halbjahr 2013 ausgewiesen sei. Die Restrukturierungskosten von rund 34 Mio. Fr. würden dann in der zweiten Jahreshälfte verrechnet.

Zudem würden die Standorte im mittelfranzösischen Saint-Beauzire sowie im ostirischen Swords definitiv geschlossen. Die drei Massnahmen hätten einen Stellenabbau von ungefähr 250 Arbeitsplätzen bis Ende 2013 zur Folge, so Lonza. Insgesamt beschäftigt der Konzern derzeit weltweit 10'274 Angestellte, 7,3 Prozent weniger als noch vor Jahresfrist mit 11'084 Personen.

Des weiteren hat Lonza am Donnerstag die Abspaltung des Holzbehandlungs-Geschäfts bekanntgegeben. Dabei würden "alle strategischen Möglichkeiten in Betracht gezogen", heisst es im Communiqué. Die Sparte Wood Treatment ist Teil des Bereichs Specialty Ingredients, der im ersten Halbjahr eine Umsatzeinbusse von 9 Prozent auf 1,132 Mrd. Fr. zu verkraften hatte.