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LUFTVERKEHR: Air Berlin geht an Lufthansa und Easyjet

Nach der Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin sind seit September insgesamt 16 Angebote eingegangen. Die insolvente Airline beschränkt sich nun aber auf zwei. Für einen Grossteil der Beschäftigten gibt es gute Jobperspektiven.
Die insolvente Fluglinie Air Berlin verhandelt noch bis zum 12. Oktober mit Lufthansa und Easyjet über eine mögliche Übernahme von Geschäftsteilen. (Bild: KEYSTONE/DPA/WOLFGANG KUMM)

Die insolvente Fluglinie Air Berlin verhandelt noch bis zum 12. Oktober mit Lufthansa und Easyjet über eine mögliche Übernahme von Geschäftsteilen. (Bild: KEYSTONE/DPA/WOLFGANG KUMM)

"Wir sind auf dem Weg, für rund 80 Prozent unserer Kolleginnen und Kollegen gute Chancen für neue Arbeitsplätze bei den Bietern erreichen zu können", erklärte Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann am Montag in Berlin nach einer Sitzung des Aufsichtsrates. Air Berlin verhandelt mit Lufthansa und dem britischen Billigflieger Easyjet über den Verkauf von Unternehmensteilen.

Die Lufthansa habe für die Air-Berlin-Töchter Niki und Luftverkehrsgesellschaft Walter sowie weitere Teile geboten, teilte das Unternehmen mit. Ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen eröffne eine Perspektive für mehrere tausend Mitarbeiter. Easyjet will demnach einen Teil der Flotte kaufen. Dadurch ergäben sich ebenfalls Perspektiven für neue Arbeitsplätze für die Air-Berlin-Mitarbeiter. Darüber hinaus gebe es auf dem Arbeitsmarkt eine hohe Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern.

Bei Air Berlin arbeiten mehr als 8500 Menschen. Die Airline hatte Mitte August Insolvenz angemeldet. Das Bieterverfahren lief bis Mitte September. Air Berlin verhandelt bis zum 12. Oktober mit Lufthansa und Easyjet.

Zur Sicherung des Flugbetriebs hat Air Berlin einen Überbrückungskredit von der Bundesregierung bekommen. Wenn die Abschlüsse mit Lufthansa und Easyjet wie geplant "finalisiert" würden, bestehe eine gute Chance, den Kredit zurückzuzahlen, erklärte Air Berlin. Über den Kaufpreis sei aber Stillschweigen vereinbart worden. Medienberichten zufolge rechnet der Gläubigerausschuss mit bis zu 350 Millionen Euro.

Allerdings sei ein stabiler Flugbetrieb in den kommenden Tagen und Wochen Grundvoraussetzung für den Erfolg der Verhandlungen, warnte der Generalbevollmächtigter Frank Kebekus am Montag. "Alles andere gefährdet die Verhandlungen." Ungewöhnlich viele Krankmeldungen von Piloten hatten vor zwei Wochen zu zahlreichen Flugausfällen und damit zu einem Vertrauensverlust von Passagieren geführt.

sda

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