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LUKB-HALBJAHR: Experimente im digitalen Tummelfeld

Die Luzerner Kantonalbank präsentiert gute Halbjahreszahlen und forciert weiter das digitale Geschäft. Doch dieses wird auf Jahre hinaus nicht rentabel sein.
Maurizio Minetti
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Maurizio Minetti

Mit der Digitalisierung ist es so eine Sache: Verschläft eine Bank den Trend, wird ihr der Untergang prophezeit. Prescht sie vor und erleidet Rückschläge, wird sie ebenfalls kritisiert. In diesem Dilemma befinden sich seit geraumer Zeit auch Retailbanken wie die Luzerner Kantonalbank (LUKB). Diese hat in den letzten Monaten Lehrgeld bezahlt: Die Einführung eines neuen E-Banking-Systems im September 2016 ist nicht geglückt. Zu langsam, zu unübersichtlich, zu fehleranfällig war das System in den ersten Tagen und Wochen.

Doch mittlerweile sei der Befreiungsschlag gelungen, sagte gestern LUKB-Chef Daniel Salzmann anlässlich der Präsentation der Halbjahreszahlen (siehe Box). Nach den Verbesserungen der letzten Monate seien die Kunden nun «grossmehrheitlich zufrieden» mit dem neuen E-Banking. Die Arbeiten gehen aber im laufenden Jahr weiter. Per Ende Jahr soll ausserdem ein neuer Belegscanner das Erfassen von Zahlungen vereinfachen. Ausserdem arbeitet die Bank an der Ablösung des aktuellen Identifizierungsverfahrens bei der E-Banking-Anmeldung, um die Sicherheit im ­E-Banking zu erhöhen. Ab Ende 2017 wird man also keinen SMS-Code mehr erhalten, sondern mit dem Handy ein farbiges Mosaik auf dem Bildschirm im E-Banking-Login fotografieren.

Lohnt sich der Schwarmkredit?

Weil sie ihre Abhängigkeit vom Zinsgeschäft reduzieren möchte, forciert die Bank den Ausbau der digitalen Dienstleistungen und der Beratung. Letztes Jahr hat die LUKB die Crowdfunding-Plattform Funders.ch lanciert. Mittlerweile wird die Plattform zur Schwarmfinanzierung auch von den Kantonalbanken von Nid- und Obwalden, Thurgau und Bern genutzt. Per Anfang 2018 plant die LUKB ausserdem nun den Einstieg ins Crowdlending. Dabei handelt es sich um einen Unterbereich des Crowdfundings: Beim Crowdlending geht es darum, dass zum Beispiel KMU einen Kredit mit vordefinierter Laufzeit beziehen können. Die Geldgeber erhalten während der Laufzeit Zinsen und anteilige Rückzahlungen.

Im angelsächsischen Raum sind Crowdlending-Plattformen zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für Geschäftsbanken geworden. In der Schweiz ist das aber nicht der Fall. Die Basellandschaftliche Kantonalbank ist im Sommer 2016 ins Crowdlending eingestiegen – doch es kam kein einziges Projekt zu Stande. Für Beobachter ist klar: Die BLKB wird das Crowdlending wohl bald einstellen. Trotzdem ist die LUKB zuversichtlich, dass man selber mehr Erfolg haben werde mit den Schwarmkrediten.

Ein Flop wäre für die LUKB aber kein Beinbruch. Denn bei digitalen Projekten geht es den Banken nicht primär darum, Geld zu verdienen, sondern Erfahrungen zu sammeln, gaben CEO Salzmann und Finanzchef Marcel Hurschler gestern zu Protokoll.

Wie weit der Zeithorizont reicht, zeigt diese Aussage: Vor 2025 werde man mit digitalen Plattformen wie Funders.ch oder der Aktienbewertungsplattform Crowders.ch kein Geld verdienen, sagte Hurschler. Das sei von Anfang an klar gewesen.

Allein: Irgendwann werden Aktionäre und Kunden Resultate sehen wollen. Bis dahin bleiben der LUKB aber noch einige Jahre Zeit für Experimente im digitalen Tummelfeld.

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