LUKB sichert sich im Zinsgeschäft ab

Der Gewinn der Luzerner Kantonalbank ist die ersten drei Quartale leicht rückläufig. Trotzdem winken höhere Dividenden.

Rainer Rickenbach
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Die LUKB rechnet mit einem Jahresegebnis in der Höhe von 2017. (Bild: Philipp Schmidli (27. Januar 2016))

Die LUKB rechnet mit einem Jahresegebnis in der Höhe von 2017. (Bild: Philipp Schmidli (27. Januar 2016))

In der Zeit vom Jahresbeginn bis Ende September summiert sich der Konzerngewinn der Luzerner Kantonalbank (LUKB) auf 147,1 Millionen Franken. Das sind 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr. An den Gewinnaussichten für das ganze Geschäftsjahr ändert der leichte Rückstand gemäss CEO Daniel Salzmann indes nichts. Er geht davon aus, ein Jahresergebnis in der Höhe von 2017 zu erreichen. Damals erzielte die Kantonalbank ein Rekordergebnis von 198,4 Millionen Franken.

«Wir haben bereits im April prognostiziert, dass sich unser Ertragswachstum im Laufe des Jahres verflachen dürfte», lässt sich Salzmann zitieren. Zum einen war die Bank im Sommer des letzten Jahres aussergewöhnlich stark unterwegs, die Messlatte für das Nachfolgejahr also hoch, und zum andern stieg als Folge der Strategie «2020@LUKB» der Personalaufwand. Mit dieser Strategie hat die LUKB vor, mehr Geschäftsabläufe zu digitalisieren. So sollen Privatkunden zum Beispiel ihre Festhypothek künftig selber online verlängern können. Die Vollzeitstellen stiegen seit Jahresbeginn von mehr als 988 auf knapp 1026. Die Lohnkosten legten um 2,9 Prozent zu.

Bank verkleinert Zinsänderungsrisiken

In drei der vier wichtigen Ertragssparten hat die LUKB während der ersten neun Monate dieses Jahres zugelegt. Einen kleineren Dämpfer musste sie in ihrer wichtigsten Sparte, im Zinsengeschäft, hinnehmen. Dort sank der Nettoerfolg im Vorjahresvergleich um 5,2 Millionen Franken oder 2,1 Prozent auf 249,5 Millionen.

Ursache für den Rückgang ist ein vorsichtiger Kurs mit Blick auf eine mögliche Zinswende. Finanzchef Marcel Hurschler: «Wir wollen die Zinsänderungsrisiken im Falle eines Zinsanstiegs minimieren und gehen darum bewusst Absicherungsgeschäfte ein, die kurzfristig Zusatzkosten im Zinsengeschäft verursachen.» Für das gesamte Jahr rechnet die Kantonalbank aber mit einer Gewinnspanne im Zinsengeschäft von 327 bis 337 Millionen Franken. Zum Vergleich: Im zurückliegenden Jahr verdiente sie in dieser Sparte 334,2 Millionen Franken. In den Bereichen Kommissions- und Dienstleistungs­geschäft sowie dem Handels­geschäft legte die Bank um 3 bis 7,2 Prozent zu. Das entspricht ihrer Strategie. CEO Salzmann: «Wir wollen die Abhängigkeit vom Zinsengeschäft verringern.»

Der Geschäftsaufwand stieg in den ersten drei Quartalen um 2 Prozent auf 172,3 Millionen Franken. In diesem Betrag ist die Staatsgarantieabgeltung von 5,5 Millionen Franken enthalten. Der Verwaltungsrat plant, die Dividende für dieses Geschäftsjahr um 50 Rappen auf 12,50 Franken pro Namenaktie zu erhöhen. Es würde sich um die dritte Erhöhung in Folge um jeweils 50 Rappen handeln. Die Eigenmittelquote lag Ende September bei 16,1 Prozent. Die bisherigen Quartalsgewinne sind dabei noch nicht berücksichtigt.

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