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LUZERN: Die Stabübergabe bei der Frey+Cie Elektro AG ist eingeleitet

Bei der Elektroinstallationsfirma Frey+Cie Elektro AG Luzern kommt es zu einem Wechsel an der Spitze. Beat Möckli übergibt die Leitung an Patrick Sommer.
Roman Schenkel
Patrick Sommer (rechts) übernimmt von Beat Möckli per 1. August 2019 die Firmenleitung. (Bild: Roger Grütter (Kriens, 28. September 2017))

Patrick Sommer (rechts) übernimmt von Beat Möckli per 1. August 2019 die Firmenleitung. (Bild: Roger Grütter (Kriens, 28. September 2017))

Roman Schenkel

Im Juli 2019 wird es ein halbes Jahrhundert sein. 50 Jahre lang wird dann Beat Möckli (63) für die Frey+Cie Elektro AG Luzern gearbeitet haben. Von der Lehre als Elektroinstallateur, die er 1969 als junger Stift angetreten hat, bis zu seiner Pensionierung am 31. Juli 2019. «Lange genug», sagt Möckli mit einem Augenzwinkern.

Seit 1999 ist er Chef der Firma und Delegierter des Verwaltungsrats der Frey+Cie Elektro AG, deren rote Autos mit dem rennenden Elektroinstallateur (seit ein paar Jahren auch Elektroinstallateurin) im blauen Overall und der gelben Werkzeugkiste aus dem Strassenbild der Schweizer Städte nicht mehr wegzudenken sind.

Die Gruppe umfasst 870 Mitarbeiter

Mit Möcklis Pensionierung findet bei Frey+Cie Elektro AG ein von langer Hand geplanter Generationenwechsel statt. Per 1. August 2019 wird er die Firmenleitung Patrick Sommer (33) übergeben. Bis dann wird Möckli die Firma wie gewohnt weiter leiten, und auch danach bleibt er Frey+Cie noch für mindestens drei Jahre als Verwaltungsrat der Frey+Cie Elektro AG erhalten. «Ich bin sehr froh, dass wir die Übergabe schon so lange zum Voraus regeln konnten», sagt Möckli. Das sorge für Ruhe und schaffe die notwendigen Bedingungen für einen nahtlosen und problemfreien Übergang.

Wie sein Vorgänger ist Patrick Sommer eng mit der Firma Frey+Cie verbunden. Auch er hat die Lehre bei der Elektroinstallationsfirma absolviert. Danach hat er ein Studium in Elektrotechnik abgeschlossen und Erfahrungen in anderen Unternehmungen gesammelt. Heute ist er Leiter der Abteilung Neubau/Sanierungen bei der Firma. «Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung», sagt Sommer. Per Januar 2018 wird er seine aktuelle Stelle abgeben und sich in die Position als Firmenchef einarbeiten. Sein Nachfolger ist bereits bekannt. «Wir leisten uns damit bewusst einen Mitarbeiter, der nicht operativ tätig ist», sagt Andreas Brennwald, CEO der Frey+Cie Techinvest22 Holding AG. Für Brennwald war es wichtig, dass jemand das Zepter übernimmt, der das Geschäft, das Team und auch die Kunden gut kennt. «Mit Patrick Sommer haben wir hier eine optimale Lösung gefunden.»

Frey+Cie Elektro Luzern ist die grösste und wichtigste Unternehmung der Holding, die insgesamt 17 Firmen in den Kantonen Luzern, Aargau, Nidwalden Schwyz, Zug und Bern umfasst. 870 Angestellte zählt die Gruppe, das Gros – 270 Leute – arbeitet bei Frey+Cie Elektro AG in Luzern. Der Luzerner Geschäftsbereich war auch der Ursprung der Firmengruppe. 1907 wurde die Firma gegründet, danach ist sie stetig gewachsen. 1998 schliesslich hat die Gründerfamilie Frey die Firma ans Management verkauft. 22 Kaderleute waren an diesem Management-Buy-out beteiligt. Beat Möckli ist einer von ihnen. Im Jahr des Verkaufs machte die Gruppe 34 Millionen Franken Umsatz, heute sind es gut 135 Millionen Franken. Rund ein Drittel des Umsatzes erwirtschaftet Frey+Cie Elektro AG Luzern. Die 17 Firmen der Gruppe sind allesamt im Bereich Haustechnik tätig. Einzelne Firmen haben sich auf Licht, Medien- und Veranstaltungstechnik, EDV/IT oder Sicherheitstechnik spezialisiert.

Fachkräftemangel als grosse Herausforderung

Das Prinzip der Mitarbeiterbeteiligung an der Firma hat Frey+Cie beibehalten. Heute zählt das Unternehmen 55 Aktionäre – allesamt sind operative Mitarbeiter. Unter ihnen besteht ein Aktionärsbindungsvertrag. Scheidet einer aus dem Betrieb aus, muss er seine Anteile in einem klar definierten Prozess an die Firma zurückverkaufen. Diese wiederum schlägt besonders verdienstvolle Mitarbeiter für eine Firmenbeteiligung vor.

Für die Zukunft sieht Möckli die grösste Herausforderung im Fachkräftemangel. «Ich würde schon morgen 100 neue qualifizierte Mitarbeitende einstellen, wenn es der Arbeitsmarkt zuliesse», sagt er. Doch leider seien talentierte und auch motivierte Leute sehr dünn gesät. «Es gibt heute nach wie vor viele gute junge Leute, aber eben nicht mehr so viele wie früher», sagt er. Da die Wirtschaft gut laufe, sauge die Industrie all diese Leute ab. Mit Temporärkräften versucht Frey+Cie die Auslastungsspitzen zu brechen. Zudem investiert die Firmengruppe sehr viel in die rund 180 Auszubildenden.

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