Luzern
Martin Haefner hält jetzt die Mehrheit an Swiss Steel

Die Kapitalerhöhung des Luzerner Stahlkochers ist in trockenen Tüchern.

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Swiss-Steel-Grossaktionär Martin Haefner an einer Generalversammlung in Emmenbrücke.

Swiss-Steel-Grossaktionär Martin Haefner an einer Generalversammlung in Emmenbrücke.

Bild: Dominik Wunderli (2. Dezember 2019)

(mim) Der angeschlagene Stahlkonzern Swiss Steel Group hat seine Kapitalerhöhung erfolgreich durchgeführt. Man werde aus der Kapitalerhöhung einen Bruttoerlös von 247 Millionen Franken erzielen, heisst es in einer Mitteilung aus Luzern. Alle rund 1,03 Milliarden neue Aktien seien platziert worden. Der Angebotspreis wurde bei 24 Rappen je neue Aktie festgelegt, was dem aktuellen Aktienkurs entspricht. Die Big Point Holding um Grossaktionär und Amag-Erbe Martin Haefner hat alle ihre Bezugsrechte ausgeübt und wird nun voraussichtlich rund 51,3 Prozent des Aktienkapitals und der Stimmrechte der Swiss Steel Holding AG halten.

Der Nettoerlös aus der Kapitalerhöhung in Höhe von rund 241 Millionen Franken werde zur Stärkung des Eigenkapitals und zur Rückzahlung bestimmter Beträge unter ihren Kreditfazilitäten verwendet, so die Mitteilung. Am Dienstagabend wurde allerdings bekannt, dass sich der Minderheitsaktionär Liwet Holding um den russischen Milliardär Viktor Vekselberg weiterhin gegen die Kapitalerhöhung wehrt. Liwet habe Beschwerde bei der Finanzmarktaufsicht (Finma) gegen eine Verfügung der Übernahmekommission vom 5. März 2021 ergriffen, teilte Swiss Steel mit. Aus Sicht von Swiss Steel ändert diese Beschwerde allerdings nichts Wesentliches an der aktuellen Rechtslage.