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LUZERN: St. Anna und PwC ziehen in den Bahnhof ein

Die 3000 Quadratmeter Büroflächen der SBB am Bahnhof sind vermietet. Die Hirslanden-Klinik St. Anna baut aus, und der Unternehmensberater PwC zügelt seinen Luzerner Standort.
Maurizio Minetti
Der Leiter der Klinik St. Anna im Bahnhof, Matthias Wissler (rechts), und Pirmin Bühler, Teamleiter Sportmedizin, auf der Terrasse des Bahnhofs, wo bis vor kurzem die SBB-Büros untergebracht waren. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 11. Januar 2018))

Der Leiter der Klinik St. Anna im Bahnhof, Matthias Wissler (rechts), und Pirmin Bühler, Teamleiter Sportmedizin, auf der Terrasse des Bahnhofs, wo bis vor kurzem die SBB-Büros untergebracht waren. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 11. Januar 2018))

Maurizio Minetti

Kaum eine Bürofläche war in der Stadt Luzern in den letzten Jahren so begehrt (siehe Box): Seit im April 2016 bekannt wurde, dass die SBB 170 Arbeitsplätze von Luzern nach Olten verlegen und darum die Büroflächen am Bahnhof Luzern frei werden, haben sich viele Unternehmen um den Standort bemüht. Nun ist endlich klar, wer den Zuschlag erhalten hat. Auf dem Dach des Bahnhofs, im fünften Stockwerk, baut auf der Westseite (Richtung Hotel Monopol) die Hirslanden-Klinik St. Anna ihren bestehenden Standort aus. Auf der Ostseite Richtung KKL hat der Unternehmensberater PwC die Büros gemietet, wie die beiden Firmen auf Anfrage bestätigen.

Beide Mieter werden ab dem Sommer je 850 Quadratmeter besetzen. Hinzu kommen weitere 1250 Quadratmeter im vierten Stock, die wiederum von der Hirslanden-Klinik St. Anna gemietet werden. Auch hier arbeiteten bis vor kurzem SBB-Angestellte. Diesen Zuschlag hat die Privatklinik schon zuvor erhalten. Damit sind knapp 3000 Quadratmeter Bürofläche in der Stadt neu vergeben.

Wo die Profis des FCL behandelt werden

PwC wird mit den derzeit rund 100 Luzerner Angestellten vom bisherigen Standort an der Werftestrasse in den Bahnhof ziehen. «Wir können durch den Umzug unsere Bürofläche optimieren und rücken näher ins Zentrum», sagt Norbert Kühnis, Leiter der PwC-Geschäftsstelle in Luzern. Mit anderen Worten: Durch die bessere Raumaufteilung kann PwC ein neues Bürokonzept einführen, das mehr Flexibilität auf kleinerem Raum bietet. Für den bisherigen PwC-Standort wird ein neuer Mieter gesucht.

Wie hoch die Miete für PwC und Hirslanden am Bahnhof ist, geben die involvierten Firmen nicht bekannt. Gemäss früheren Angaben kann die Abteilung In­frastruktur der SBB durch den Teilwegzug aus Luzern 800 000 Franken pro Jahr sparen.

Auch zur Dauer der Verträge ist nichts bekannt. Der Leiter von St. Anna im Bahnhof, Matthias Wissler, lässt sich nicht in die Karten blicken: «Unser Mietvertrag mit den SBB ist langfristig.» Die Privatklinik ist bereits seit 2004 im Bahnhof präsent. «Damals haben wir mit rund 250 Quadratmetern angefangen, ab Sommer werden wir nun insgesamt mehr als 4000 Quadratmeter Platz haben», so Wissler. Insgesamt arbeiten derzeit bei St. Anna im Bahnhof Luzern rund 80 Personen. Wie viele es ab Sommer sein werden, könne man heute noch nicht sagen, so Wissler. Der Bahnhof ist für Hirslanden der dritte Luzerner Standort neben der Klinik am nordwestlichen Stadtrand und der Klinik Meggen. Auf der fünften Etage sollen nun Physiotherapie und Sportmedizin ausgebaut werden. Dazu gehören nebst Praxisräumen etwa Kojen für die Physiotherapie sowie ein Trainingsbereich. Profis des FC Luzern werden dort regelmässig behandelt oder auch Sportler des Handballclubs Kriens-Luzern oder des Tanztheaters. Meistens trifft man dort aber Amateursportler oder Patienten an, die nach einer Verletzung oder präventiv trainieren und behandelt werden. Die Abteilung Physiotherapie und Sportmedizin befindet sich heute im vierten Stock. Dort soll unter anderem die Radiologie ausgebaut werden.

Mehr Platz für ambulante Eingriffe

Was genau auf den weiteren 1250 Quadratmetern im vierten Stock, die Hirslanden ebenfalls neu von den SBB mietet, entstehen soll, ist noch nicht abschliessend entschieden. Geplant ist eine Erweiterung der Fachgebiete, zum Beispiel um die Urologie, möglich ist aber auch, dass die Klinik St. Anna, dem Trend «ambulant vor stationär» folgend, dort Platz schafft für ambulante Eingriffe.

Hintergrund ist, dass im Kanton Luzern per Anfang Juli eine Liste eingeführt wurde mit Behandlungen, die grundsätzlich ambulant durchgeführt werden sollen. Die Klinik St. Anna und das Kantonsspital müssen sich entsprechend auf eine Ausweitung der ambulanten Medizin einstellen. «Diesbezüglich ist aber noch nichts entschieden», sagt Standortleiter Wissler.

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