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LUZERN: Stöckli macht Ski für TAG Heuer

Gemeinsam mit der Uhrenmarke TAG Heuer lanciert die Luzerner Firma Stöckli einen Ski. Die grosse Masse ist dabei nicht ihr Ziel.
Livio Brandenberg
Der neue TAG-Heuer-Ski. (Bild: PD)

Der neue TAG-Heuer-Ski. (Bild: PD)

Gleich zu Beginn der Präsentation musste Stöckli-CEO Marc Gläser die anwesenden Gäste ein wenig enttäuschen: Jean-Claude Biver, der umtriebige Chef der Uhrenmarke TAG Heuer, habe nicht nach Malters reisen können; wegen Schneefall konnte der Helikopter nicht abheben. Zusammen mit TAG Heuer präsentierte Stöckli gestern im Produktionswerk in Malters den neuen TAG-Heuer-Ski, den das Luzerner Familienunternehmen für die Uhrenfirma aus La Chaux-de-Fonds produziert.

Punkten mit Swiss Made

«Für Stöckli ist diese Zusammenarbeit eine grosse Sache», sagte CEO Marc Gläser bei der Vorstellung des Skis. Und Luc Decroix, Verkaufsleiter bei TAG Heuer, der für Biver einsprang, sagte: «Dies ist eine Kollaboration zweier Schweizer Traditionsmarken. Die Swissness steht im Vordergrund.» TAG Heuer sei schon viele Kollaborationen eingegangen, so zum Beispiel auch im Motorsport, sagte Decroix. Doch als Marc Gläser vor zirka sechs Monaten auf seine Firma zugekommen sei, habe sich mit Stöckli die Chance geboten, ein gemeinsames Produkt zu lancieren und sich so gegenseitig zu unterstützen.

Das Resultat dieser Zusammenarbeit, der «TAG-Heuer-Ski, powered by Stöckli», wie er offiziell heisst, ist aber keine grundlegende Neuentwicklung, sondern basiert auf dem aktuellen SC-Modell von Stöckli. Für das Design war allein TAG Heuer zuständig, das Stöckli-Logo ist auf den Ski nicht zu finden. «Einen Ski von Grund auf neu zu entwickeln, ist extrem aufwendig und teuer», so Stöckli-Geschäftsführer Gläser. Es gehe mehr darum, dass sich zwei Schweizer Marken zusammentun, um sich zu unterstützen, ergänzte Luc Decroix von TAG Heuer. Die beiden Traditionsunternehmen wollen mit Swiss Made und hoher Qualität bei der Kundschaft im eher oberen Preissegment punkten. Der Allrounder-Ski kostet 1349 Franken – inklusive Bindung. «Das ist nicht mehr als andere Stöckli-Modelle», sagt dazu Marc Gläser.

Ski ist nächste Woche in den Läden

Damit wird der «Uhren-Ski» kaum zum Kassenschlager. Auf die breite Masse zielen Stöckli und TAG Heuer aber auch nicht ab. Die Partner hoffen, von den Ski insgesamt 1000 Paar zu verkaufen. «Das wäre schon eine sehr gute Zahl», sagte Marc Gläser im Hinblick auf das hoch gesteckte Ziel. «Wir beginnen in der ersten Phase nun mal mit 120 Paar.»

Kaufen kann man den Ski in den weltweit 30 TAG-Heuer-Boutiquen. In der Schweiz gibt es je eine in Luzern, in Genf und in Zermatt. Auf die Frage, wann die Ski in den Läden stehen werden, antwortete Stöckli-CEO Gläser: «Sie werden gerade jetzt ausgeliefert.» Ab nächster Woche sollen die Kollabora­tionsski dann aus der Nähe betrachtet werden können. Oder man bestellt bei Stöckli direkt.

Den Wermutstropfen, dass mit Jean-Claude Biver gestern der bekannte Kopf seiner Partnerfirma fehlte, kommentierte Stöckli-CEO Gläser mit Humor: «Schlechtes Wetter für einen Helikopterflug – gutes Wetter für uns.»

Livio Brandenberg

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