Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LUZERN: Suva: Dutzenden Arbeitern droht die Kündigung

Der Unfallversicherer Suva will sich aus dem Geschäftsbereich Sicherheitsprodukte allmählich zurückziehen. Im nächsten Jahr kommt es darum zu Kündigungen – in einem noch ungewissen Ausmass.
Christian Hodel
Das Hauptgebäude der Suva in der Stadt Luzern. (Bild: Boris Bürgisser)

Das Hauptgebäude der Suva in der Stadt Luzern. (Bild: Boris Bürgisser)

Die Aussichten für die Mitarbeiter der Suva waren auch schon besser. Im Juni präsentierte der Unfallversicherer mit Hauptsitz in Luzern erstmals seit acht Jahren rote Zahlen – 20,7 Millionen Franken Defizit musste das Unternehmen 2015 hinnehmen. Nun folgt der nächste Schlag für die 4200 Angestellten, davon 1500 am Standort Luzern.

Diesen Dienstag wurden sie informiert, dass in naher Zukunft Kündigungen ausgesprochen werden. Wie viele Mitarbeiter davon betroffen sind, ist unklar. Gerüchten nach ist von bis zu 60 Stellen die Rede. Diese Zahl sei zu hoch und stimme so nicht, sagt Mediensprecher Jan Mühle­thaler auf Anfrage. «Fakt ist, dass es konkret in einem Geschäfts­bereich zu einem Stellenabbau kommen wird.»

Definitiver Entscheid kommt im November

Konkret will die Suva den Bereich Sicherheitsprodukte mit heute 15 Angestellten per 2017 reorganisieren. Bis dato hat das Unternehmen zum Beispiel bei der Entwicklung von Velo- oder Bauhelmen und Schutzhauben mitgeholfen und die Produkte auch selbst vertrieben. Damit soll nun Schluss sein. «Aufgrund der Vorgaben des revidier- ten Unfallversicherungsgesetzes und weil die besagten Produkte mittlerweile von verschiedenen Lieferanten angeboten werden, ändern wir nun die Strategie betreffend Sicherheitsprodukte», sagt Mühlethaler. Und weiter: «Die Angebotseinschränkung per 2017 wird leider einen Stellenabbau nach sich ziehen. Wie viele Mitarbeiter davon betroffen sein werden, hängt vom noch ausstehenden Variantenentscheid der Geschäftsleitung ab.» Diesen fällen die Suva-Verantwortlichen voraussichtlich im November.

Bereits im August dieses Jahres hat die Geschäftsleitung beschlossen, die Reinigungsarbeiten an den Firmenstandorten in der Stadt Luzern extern zu ver­geben, wie nun bekannt wird. 25 Personen sind davon betroffen. Alle Mitarbeiter würden aber vom externen Partner übernommen, der noch bestimmt wird, sagt Mühlethaler. «Das haben wir als Bedingung definiert.» Ebenso sei festgehalten, dass die Mitarbeiter mindestens zwei Jahre lang mit gleichem Lohn, Beschäftigungsgrad und Einsatzort wie bisher angestellt sein werden.

Mühlethaler begründet den Entscheid, die Reinigungsarbeiten extern zu vergeben, wie folgt: «Es wird nicht zuletzt von unseren Kunden erwartet, dass wir unsere Prozesse und unsere Kostenstruktur regelmässig überprüfen und Optimierungen vornehmen.» Das habe man gemacht. «Aus unserer Sicht mit Anstand und fair für die Betroffenen.»

Sozialplan für Mitarbeiter fehlt

Klar ist aber auch: Ein Sozialplan sieht die Suva nicht vor, wie Mühlethaler bestätigt. «Wir haben intern aber kommuniziert, dass für die betroffenen Mitarbeiter im Geschäftsbereich Sicherheitsprodukte sozial verträgliche Lösungen erarbeitet werden.» Gleiches gelte für die Angestellten im Reinigungsdienst, die auch nach der Reorganisation eine Festanstellung haben werden, sofern sie das möchten. Allerdings neu bei einem anderen Arbeitgeber als bei der Suva.

Christian Hodel

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.