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LUZERN: Touristiker suchen den Weg im digitalen Zeitalter

Wie lockt man Touristen übers Internet in die Innerschweiz und begleitet sie hier digital? Am Zentralschweizer Tourismustag ging es um moderne Standortwerbung.
Rainer Rickenbach
Von links: Marcel Perren, Direktor von Luzern Tourismus, Jürg Stettler von der Hochschule Luzern, Timo Albiez von der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern und Peter Schmidli von der Hochschule Luzern. (Bild: Evelyne Beerkircher (Luzern, 22. Juni 2017))

Von links: Marcel Perren, Direktor von Luzern Tourismus, Jürg Stettler von der Hochschule Luzern, Timo Albiez von der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern und Peter Schmidli von der Hochschule Luzern. (Bild: Evelyne Beerkircher (Luzern, 22. Juni 2017))

Rainer Rickenbach

rainer.rickenbach@luzernerzeitung.ch

Die Wahl des Veranstaltungsortes hätte bei über 30 Grad nicht besser getroffen werden können: Auf dem neuen SGV-Motorschiff Diamant befassten sich gestern 130 Touristiker aus der Region mit dem Thema «Digital reisen – smart unterwegs». Innen klimatisiert, aussen mit angenehmem Fahrtwind im Haar.

Dass nicht alle in der Tourismus-Hochburg Luzern mit viel Geschick ihren Weg gehen, gestand Regierungsrat Paul Winiker gleich zu Beginn des Anlasses bei seiner Grussbotschaft mit einer gesunden Portion Selbstironie ein: «Das Thema ist spannend, ich bin gerne smart unterwegs. Die Luzerner Regierung ist es aber im Moment leider nicht.» Tourismus-Leute brauchen sich zwar nicht mit Volksabstimmungen über Steuererhöhungen herumzuschlagen, doch ihre Aufgabe, in Zeiten der überbordenden digitalen Kommunikation Leute auf die Region Vierwaldstättersee aufmerksam zu machen und sie hierher zu locken, ist ebenfalls herausfordernd.

Tipps von Google-Manager

Profis aus der Digitalbranche wie Philipp Ries von Google Schweiz, Tom Hanan von der Webrepublic AG oder Wilhelm K. Weber vom Hotelberater Swiss Hospitality Solutions berichteten von gelungenen und weniger gelungenen touristischen Internet-Auftritten. «Sie müssen smartphonetauglich sein, weil bereits rund die Hälfte der User nicht mehr am herkömmlichen Bildschirm, sondern auf dem Telefon-Display nach Informationen sucht», sagte Philipp Ries. Er empfahl den Hotels und Restaurants einer oder mehrerer Destinationen, einen gemeinsamen Auftritt im Netz zu schaffen. Ries: «Wenn sie sich nicht zusammentun, kommen die Grossen und setzen ihren Willen durch.»

Wilhelm K. Weber erklärte sich den Erfolg der Buchungsplattform Booking.com mit der klaren Struktur auf der Webpage und dem richtigen Mass an Informationen.

Die Projektleiter Carla Hendry und Beat Wälti stellten das neue Konzept vor, mit dem Luzern Tourismus künftig übers Internet Reisefreudige vom Ferienentscheid übers Buchen und der Hilfe während der Reise bis zur Nachbereitung zu begleiten gedenkt. Der neue Auftritt soll im Sommer oder Herbst 2018 an den Start gehen.

Spontanen Applaus gab es auf dem Schiff für den IT-Pionier und heutigen Weggiser Biobauern Bruno Muff, der die Authentizität des Beworbenen anmahnte. Er illustrierte es an einem Beispiel: «Wenn hier zu einem als bodenständig angekündigten Anlass US-Säfte angeboten werden, passt das nicht zusammen.»

Hinweis

Organisiert haben den Tourismustag Luzern Tourismus die Hotelfachschule Luzern und die Hochschule Luzern.

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