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LUZERN: Trendwende bei den Exporten nach Europa

Die Luzerner Exporte sind im ersten Halbjahr 2017 um 3,7 Prozent angestiegen. Europa war mit über zwei Dritteln des Exportvolumens der wichtigste Zielmarkt. Die Luzerner Ausfuhren nach Europa nahmen im Vergleich zur Vorjahresperiode überdurchschnittlich zu.
Konjunkturbarometer der Luzerner Wirtschaft im 2. Quartal 2017. (Bild: Grafik: Lustat)

Konjunkturbarometer der Luzerner Wirtschaft im 2. Quartal 2017. (Bild: Grafik: Lustat)

Luzerner Unternehmen exportierten 2016 gemäss Aussenhandelsstatistik der Eidgenössischen Zollverwaltung Waren im Wert von 4,6 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahr haben die Ausfuhren damit um 5,3 Prozent zugenommen (Schweiz: +3,7 Proozent), heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Luzern vom Donnerstag. Die Zunahme folgt auf einen deutlichen Rückgang im Jahr 2015 um 6,1 Prozent (CH: -2,6 Prozent).

Das Exportwachstum des Jahres 2016 setzte sich gemäss den provisorischen Zahlen der Zollverwaltung im ersten Halbjahr 2017 fort: Im Vergleich zur Vorjahresperiode stiegen die Luzerner Exporte um 3,7 Prozent (CH: +4,4 Prozent).

6,6 Prozent mehr Exporte aus Luzern nach Europa

Die Zielmärkte der Luzerner Exporteure liegen vornehmlich in Europa. Im ersten Halbjahr 2017 gingen 68,9 Prozent der Ausfuhren an europäische Abnehmer. Auch Asien (15,4 Prozent) und Amerika (10,7 Prozent) stellten wichtige Exportdestinationen dar.

Der Vergleich mit der entsprechenden Periode in den Jahren 2015 und 2016 weist auf eine Trendumkehr im Jahr 2017 hin: Der wichtigste Exportmarkt Europa zeigte für das erste Halbjahr ein deutliches Wachstum von 6,6 Prozent an. Dies, nachdem zuvor Rückgänge verzeichnet worden sind.

Die Luzerner Exporte nach Asien und Amerika wiesen hingegen im Vorjahresvergleich eine leichte Abnahme aus.

Luzerner Export-Destinationen mit jenen der Schweiz vergleichbar

Die Luzerner Exportmärkte unterscheiden sich nicht substanziell von jenen der Gesamtschweiz. Für die schweizerischen Exporte insgesamt sind asiatische und amerikanische Abnehmer mit Anteilen von 21,8 beziehungsweise 19,4 Prozent von etwas grösserer Bedeutung als für den Kanton Luzern. Exporte nach Europa machen schweizweit 56,1 Prozent aus.

Ein Unterschied zeigt sich beim Anteil der Exporte nach Afrika: Im ersten Halbjahr 2017 betrug er schweizweit 1,6 Prozent, während er im Kanton Luzern bei 4,5 Prozent lag. Bei den Luzerner Exporten nach Afrika handelte es sich vornehmlich um Konsumgüter (72,3 Prozent), darunter Tabak (44,8 Prozent) und konsumfertige Nahrungsmittel (26,7 Prozent).

Grosser Anteil Rohstoffe und Halbfabrikate

Aus dem Kanton Luzern wurden im ersten Halbjahr 2017 vor allem Rohstoffe und Halbfabrikate (41,8 Prozent) sowie Investitionsgüter (34,2 Prozent) exportiert. Unter den Rohstoffen und Halbfabrikaten fanden sich vor allem Metallwaren.

Die Investitionsgüter setzten sich primär aus Fabrikations- und Arbeitsmaschinen sowie Maschinen und Geräten des Dienstleistungsgewerbes (z.B. Spital- und Praxiseinrichtungen) zusammen.

Die Konsumgüterexporte umfassten in erster Linie Nahrungs- und Genussmittel sowie Arzneiwaren und machten 24,0 Prozent der Ausfuhren aus. Unter den Luzerner Exporten nach Europa machten die Rohstoffe und Halbfabrikate gut die Hälfte aus (51,6 Pprozent), weitere 31,2 Prozent waren Investitionsgüter.

pd/zim

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