Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LUZERN: Zwei Minuten zum feinen Kaffee

Unverhoffte Ehrung für die Kaffeemaschine «Gilda» und ihre Erfinder. Gestern erhielten Marco und Dorothea Tschümperlin den Anerkennungspreis der regionalen Industrie- und Handelskammer.
Marco Tschümperlin und seine Frau Dorothea mit ihrer preisgekrönten Kaffeemaschine «Gilda». (Bild Pius Amrein)

Marco Tschümperlin und seine Frau Dorothea mit ihrer preisgekrönten Kaffeemaschine «Gilda». (Bild Pius Amrein)

Bernard Marks

Kaffeemaschinen gibt es viele auf dem Markt. Doch die «Gilda» ist speziell – und dies nicht nur, weil sie in Luzern entwickelt und gebaut wird. Ein erster Blick auf das Design lässt kaum vermuten, dass im Innern der Maschine hochwertige Materialien und Technik verbaut wurden. «Das macht einen guten Kaffee», sagt der Luzerner Ingenieur und Erfinder Marco Tschümperlin. Zusammen mit seinem langjährigen Kollegen Beat Troxler und seiner Frau Dorothea hat er seine Vision realisiert und vor einigen Jahren die «Gilda» entwickelt.

Das Besondere daran: das Dual-Boilersystem und die Temperaturregelung. «In nur zwei Minuten ist die Maschine startklar», bestätigt Tschümperlin. Auch die Kompaktheit der Maschine spricht für sich. «Viele vergleichbare Maschinen sind viermal so gross und nehmen in einer Küche schnell viel Platz weg», so Tschümperlin. Passend zur Kaffeemaschine gibt es jetzt eine Kaffeemühle. «In den meisten herkömmlichen Kaffeemühlen bleibt immer ein Rest des gemahlenen Pulvers übrig», sagt der Erfinder. Ein besonderes Trennverfahren, das Tschümperlin patentieren liess, schafft zuverlässig Abhilfe.

«Gilda» auf Wachstumskurs

Nicht umsonst macht «Gilda» von sich reden. Trotz des stolzen Preises von 3800 Franken für die Kaffeemaschine wurden seit dem Start vor rund drei Jahren bereits über 170 Stück verkauft. Dieser Erfolg hat auch die Fachjury der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) unter dem Vorsitz von Werner Steinegger, Verwaltungsrat der Celfa AG und ehemaliger IHZ-Präsident, überzeugt. Gestern verliehen die Juroren der MTE Engineering AG im Technopark D4 in Root den Anerkennungspreis der IHZ für das Jahr 2015. «Dieser Preis ist für uns eine grosse Ehre und bestätigt uns auf unserem Weg», sagt Tschümperlin sichtlich gerührt.

Nachfrage gerecht werden

Jetzt, kurz vor Weihnachten, zieht die Nachfrage an. Allein im letzten Monat haben 35 Kunden eine «Gilda» bestellt. «Wir sind vom Vertrauen unserer Kunden überrascht», sagt Marco Tschümperlin, «stossen zurzeit aber auch an unsere Grenzen». Deshalb arbeiten Tschümperlin und seine Partner mit Hochdruck an einer Lösung, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. «Bisher haben wir die Teile von verschiedenen Schweizer Fertigungsbetrieben herstellen lassen und die Endmontage in Luzern besorgt», so Tschümperlin, «doch jetzt zeichnet sich eine Lösung mit einem Produktionsbetrieb ab, der unsere Kapazitäten deutlich steigert.»

Gilda AG gegründet

Das Ingenieurbüro ist auch auf anderen Gebieten tätig. Dies kann beispielsweise die Ruag AG nur bestätigen: Für den Technologiekonzern stellt die MTE Engineering AG eine Maschine her, die bei der Entsorgung von alter Munition zum Einsatz kommt. Auch beim Bau des Neat-Tunnels werden Spezialentwicklungen von MTE Engineering eingesetzt. Weiter hat die Tüftlerwerkstatt Seilbahnen oder Antriebe für Aufzüge und Bremsen bei Achterbahnen entwickelt. Die Liste der Erfindungen und Spezialanfertigungen ist lang. Doch «Gilda» geniesst mittlerweile eine Sonderstellung. «Um die Geschäfte klarer voneinander abzugrenzen, haben wir vor kurzem die Gilda AG gegründet», sagt Tschümperlin. Die neue Internetseite wird in Kürze aufgeschaltet.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.