Luzerner Joint Venture für «Neue Seidenstrasse»

Eine neu gegründete Firma mit Sitz in Horw bietet chinesischen Firmen Versicherungslösungen für Projekte im Rahmen der «Neuen Seidenstrasse» an.

Gregory Remez
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Spätestens seit Ueli Maurers Besuch in Peking Ende April wird auch in der Schweiz rege über die Chancen und Risiken des chinesischen Grossprojekts «Neue Seidenstrasse» diskutiert. Die Weltbank schätzt den Wert der Investitionen rund um das Infrastrukturprogramm auf über eine halbe Billion Franken.

Kein Wunder, setzt auch die Schweizer Wirtschaft grosse Hoffnungen in das Vorhaben – insbesondere die Versicherungsbranche. Denn noch immer gibt es in China so gut wie keine vernünftigen Versicherungslösungen für Projektfinanzierungen von Unternehmen.

Chancen für Zusammenarbeit

Christoph Baltsch. (Bild: PD)

Christoph Baltsch. (Bild: PD)

In diese Lücke will nun eine Ende August gegründete Firma mit Sitz in Horw springen: die Silk Road Insurance Broker AG. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen der Trust Risk Control Holding mit Sitz in Zug sowie der chinesischen Zhongbo Zhixin Financial Services Group. Das neu gegründete Joint Venture bietet gemäss eigenen Angaben Versicherungslösungen für Infrastrukturprojekte an, welche chinesische Firmen im Rahmen der «Neuen Seidenstrasse» im Ausland, beispielsweise auch in der Schweiz, umsetzen.

«Wir wollen chinesischen Unternehmen dabei helfen, ihre Direktinvestitionen professionell und grenzüberschreitend abzusichern», sagt Christoph Baltsch, Verwaltungsrat der Silk Road Insurance Broker AG und Geschäftsführer von Trust Risk Control.

Die Zuger Holding ist eine der grössten Broker-Allianzen weltweit und in über 100 Ländern tätig. Primär entwickelt sie Versicherungslösungen für multinationale Unternehmen. Das Engagement seiner Firma im neuen Joint Venture zeigt laut Baltsch auf, wo «die Chancen für die Schweiz in der Zusammenarbeit mit China liegen – auch vor dem Hintergrund der wachsenden Auslandspräsenz chinesischer Firmen sowie der besonderen Bedeutung des Landes für den Welthandel».