Luzerner Kabelspezialist Komax schluckt belgischen Sensorleitungshersteller

Der Luzerner Kabelspezialist Komax setzt auf die Verbreitung selbstfahrender Autos. Da diese mit einer grossen Zahl an Sensorleitungen ausgestattet werden müssen, kauft er mit Exmore eine auf die Verarbeitung solcher Kabelbäume spezialisierte Firma in Belgien.

Drucken
Teilen

(sda/awp) Der Luzerner Kabelspezialist Komax setzt auf die Verbreitung selbstfahrender Autos. Da diese mit einer grossen Zahl an Sensorleitungen ausgestattet werden müssen, kauft er mit Exmore eine auf die Verarbeitung solcher Kabelbäume spezialisierte Firma in Belgien.

Wieviel Geld Komax dafür auf den Tisch legen muss, bleibt geheim.

Exmore mit Hauptsitz in belgischen Beerse beschäftigt laut einer Mitteilung vom Donnerstag rund 60 Mitarbeitende und bedient unter anderem Kunden aus der Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie aus der Medizinaltechnik. Das Kerngeschäft von Exmore bestehe aus der Entwicklung von Fertigungsmaschinen zur automatisierten Kabelverarbeitung.

«Auf dem Weg zum autonomen Fahren wird die Anzahl Sensorleitungen in Fahrzeugen weiter zunehmen und der Bedarf an Lösungen zur automatisierten Verarbeitung steigen», begründete das Komax-Management den Kauf.

Das belgische Unternehmen soll zudem weiterhin vom bisherigen Geschäftsführer und Grossaktionär Luc Sneyders geführt werden, hiess es weiter. In die Komax-Gruppe konsolidiert werde Exmore ab Oktober 2019.

Luzerner Maschinenhersteller Komax erleidet Gewinneinbruch

Der Maschinenhersteller Komax mit Sitz in Dierikon hat wie angekündigt einen Geschäftsrückgang im ersten Halbjahr 2019 erlitten. Wegen der momentan schwächelnden Autoindustrie seien sowohl der Bestelleingang als auch der Umsatz gesunken.