M-Travel
M-Travel: 900 Wochen unbezahlte Ferien

Wegen der Flaute schicken die Reiseveranstalter die Mitarbeiter in den unbezahlten Urlaub und füllen damit die leeren Hotels.

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«Wir sind erfreut, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserem Aufruf, freiwillig eine oder zwei Wochen unbezahlten Urlaub zu nehmen, gefolgt sind», sagt Thomas Stirnimann, CEO von M-Travel Switzerland gegenüber "Sonntag". 1200 Menschen arbeiten für das Unternehmen. Rund 900 zusätzliche Ferienwochen werden sie in den nächsten Monaten einziehen. Für die zehnköpfige Geschäftsleitung ist der unbezahlte Urlaub sogar Pflicht. Wer fünf Tage selber zahlt, kriegt einen sechsten dazugeschenkt.

Auch bei TUI Suisse gilt diese Regel. Dort nehmen rund 80 Prozent der 570 Mitarbeiter unbezahlten Urlaub. Damit die Reisebüroprofis ihr Geld möglichst im eigenen Unternehmen verprassen, offeriert M-Travel Switzerland den Angestellten Griechenland zum Spottpreis.

Alle grossen Reiseveranstalter verzeichnen in der Schweiz Buchungsrückstände: Kuoni und TUI Suisse liegen gegenüber dem Vorjahr 15 Prozent zurück, M-Travel Switzerland (Hotelplan, Migros Ferien, Denner Reisen usw.) im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Konsequenz: Die Ferienverkäufer werden nun selber in die Erholung geschickt.