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Mario Draghi will erst im Herbst über Kursänderung diskutieren

Eurozone Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent. Parken Geschäftsbanken Geld bei der Notenbank, kostet sie das weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen. Zudem steckt die Europäische Zentralbank (EZB) noch bis mindestens Ende Dezember 2017 Monat für Monat 60 Milliarden Euro in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen. Diesen Kurs bekräftigte der EZB-Rat am Donnerstag in Frankfurt. Die Währungshüter lassen sich auch weiterhin die Option offen, das Kaufprogramm bei Bedarf auszuweiten. An den Märkten war zuvor spekuliert worden, dass die EZB diese Option möglicherweise streichen könnte.

Der EZB-Rat habe einstimmig entschieden, keinerlei Änderungen an dieser Sprachregelung vorzunehmen, sagte Notenbank-Präsident Mario Draghi gestern nach der Sitzung des Rats vor Journalisten. Die Euro-Hüter wollen laut Draghi im Herbst über ihren Kurs beraten. Der Rat der EZB habe jedoch einstimmig entschieden, kein genaues Datum dafür festzulegen.

«Konjunkturförderung ist immer noch nötig»

«Ein sehr erhebliches Ausmass an Konjunkturförderung ist immer noch nötig», sagte Draghi. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone müsse sich erst noch in höheren Inflationsdaten niederschlagen. Die Teuerung werde für einige Monate auf dem aktuellen Niveau verharren (1,5 Prozent). Dies zeige, «dass es die EZB mit der geldpolitischen Wende nicht besonders eilig hat», kommentierten die Ökonomen der Landesbank Helaba. Die Aktienmärkte reagierten erleichtert.

Konkrete Schritte erwarten Ökonomen frühestens in der September-Sitzung des EZB-Rates (7. September). Dann liegen den Währungshütern die neuesten Konjunktur-Prognosen vor.

Die nächsten Schritte der EZB werden denn auch von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) genaustens verfolgt. Experten sind sich einig, dass die Schweizer Währungshüter erst dann Spielraum für eine Zinserhöhung erhalten, wenn ihre europäischen Kollegen vorangegangen sind. (sda)

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