Küchenbauer
Markenrechte verkauft: Kommts zum Piatti-Revival?

Nach der Pleite des traditionsreichen Küchenbauers Bruno Piatti im letzten September lebt der Markenname weiter. Ein neuer Schweizer Küchenhändler sichert sich die Namensrechte.

Philipp Felber
Drucken
Teilen
Der Markenname Bruno Piatti lebt weiter.

Der Markenname Bruno Piatti lebt weiter.

Keystone

Im letzten September ging der Küchenbauer Bruno Piatti in Konkurs. In-toto Küchen hat nun die Rechte am Markennamen aufgekauft. «Bruno Piatti ist einer der besten Brands in der Schweizer Küchenlandschaft», sagt In-toto-Verwaltungsrat Michael Gieseck. Was mit dem Namen passieren soll, sei aber noch unklar. Es könne sein, dass man die Marke Piatti im Objektgeschäft nutzen werde. Im Retailgeschäft werde man aber sehr wahrscheinlich bei der Marke In-toto bleiben.

In-toto ist in der Schweiz im Aufbau begriffen. Die Firma wurde im Dezember des letzten Jahres in der Schweiz eingetragen. Das Unternehmen betreibt momentan ein Geschäft in Basel, bis Mai 2018 sollen drei weitere Geschäfte in Luzern, Bern und Zürich dazukommen, sagt Gieseck. In-toto ist ein Ableger des englischen Küchenhändlers In-toto. In der Schweiz wird die Firma vor allem deutsche Brigitte-Küchen verkaufen. Zum Kaufpreis wollte sich Gieseck nicht äussern, laut Insidern dürfte es sich um einen Betrag um 125 000 Franken handeln. Bei der Bruno Piatti AG läuft derweil das Konkursverfahren weiter.

«Nichts mit Alno zu tun»

Die Schweizer Bruno Piatti ging nach dem Zusammenbruch der deutschen Alno pleite. Im Zuge des Insolvenzverfahrens wird die Rolle des ehemaligen Chefs von Alno, des Schweizers Max Müller, untersucht. Im Raum steht der Vorwurf einer Insolvenzverschleppung. Gieseck stellt klar, dass In-toto nichts mit Alno zu tun hat. Zudem: «Mit der ehemaligen Führungsriege sind wir weder moralisch noch finanziell verbandelt», sagt Gieseck. Teile von Alno Deutschland scheinen derweil gerettet, nachdem eine britische Investorengruppe sich eingekauft hatte.