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Offene Fragen nach Cyberattacke auf Egolzwiler Meier Tobler

Der Betrieb des Haustechnik-Konzerns läuft wieder an. Kundendaten sollen beim Angriff nicht betroffen gewesen sein.
Maurizio Minetti
Das Logo von Meier Tobler an einer Bilanzmedienkonferenz. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 21. Februar 2019)

Das Logo von Meier Tobler an einer Bilanzmedienkonferenz. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 21. Februar 2019)

Bei Meier Tobler herrscht momentan Hochbetrieb. Der Haustechnik-Anbieter mit Hauptsitz im luzernischen Egolzwil ist seit Tagen mit den Folgen des gravierenden Cyberangriffs von vergangener Woche beschäftigt. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist das Unternehmen von Cyberkriminellen attackiert worden, welche die IT-Infrastruktur zeitweise ausser Betrieb gesetzt haben. Mittlerweile, so schreibt Meier Tobler am Montag auf der eigenen Webseite, scheinen die Notfallpläne zu greifen und der Wiederaufbau der Systeme läuft. Kunden werden ab Dienstag wieder beliefert.

Vom Angriff betroffen waren das zentrale Warenbewirtschaftungssystem SAP, das Lagerleitsystem, die Festnetztelefonie, die Webseite sowie alle E-Mail-Konten des an der Schweizer Börse kotierten Unternehmens. Es gebe keine Hinweise darauf, dass über die von Meier Tobler ausgehenden Mails Schadsoftware verbreitet wurde, heisst es auf der Webseite.

Haben Hacker die Systeme verschlüsselt?

Was genau bei dem Angriff passiert ist, bleibt weiterhin unklar. SRF hatte am Freitag berichtet, dass Hacker Systeme verschlüsselt haben sollen. Ob eine Lösegeldforderung beim Unternehmen eingegangen ist, wollte Meier Tobler letzte Woche weder bestätigen noch dementieren. Auch am Montag wollte sich das Unternehmen nicht dazu äussern. Auf der Webseite der Firma heisst es, Kundendaten seien beim Angriff nicht tangiert worden.

«Die Analysen und Abklärungen laufen», sagt ein Sprecher auf Anfrage. Bezüglich des Cyberangriffs stehe man zudem mit den zuständigen Behörden der Melde- und Analysestelle Informationssicherung Melani sowie mit der Polizei in Kontakt.

Meier Tobler entstand Anfang 2018 aus der Fusion der Unternehmen Walter Meier und Tobler Haustechnik AG. Im Zuge der Fusion lagerte das Unternehmen seine IT-Systeme an den Dienstleister GIA Informatik mit Sitz in Oftringen aus. Dort waren am Montag ebenfalls keine Details zum Cyberangriff in Erfahrung zu bringen.

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