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Mietzinsen sinken leicht

Es gibt deutlich mehr Wohnungen zu mieten. Die Preise steigen deshalb zwar nicht mehr, gesunken sind sie aber bisher nur geringfügig.
Rainer Rickenbach
In Genf und Luzern sanken die Mietpreise mit 1,2 Prozent beziehungsweise 1,1 Prozent am meisten. Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 27. Juni 2018)

In Genf und Luzern sanken die Mietpreise mit 1,2 Prozent beziehungsweise 1,1 Prozent am meisten. Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 27. Juni 2018)

Einen leichten Abwärtstrend macht das Immobilienportal Homegate.ch bei den Angebotsmieten für Mietwohnungen aus. Im Vergleich zum Vormonat Juni haben sie in der Schweiz im Juli stagniert, im Vergleich zum Januar sind sie minim um 0,35 Prozent günstiger geworden. Das geht aus dem Mietpreisindex hervor, den Homegate.ch gemeinsam mit der Zürcher Kantonalbank zusammengestellt hat.

Ihren Zenit haben die Mietpreise bereits im Februar 2016 überschritten. Seither wechseln sich Phasen der Stagnation mit solchen von leichten Preissenkungen ab (siehe Grafik). Neu ist, dass sinkende Preise nun auch die Städte erreicht zu haben scheinen. In der Stadt Luzern zum Beispiel sanken die inserierten Mietpreise für neue und alte Wohnungen im Halbjahresvergleich um 1,1 Prozent, in der Stadt St. Gallen belief sich der Rückgang auf fast 1 Prozent. Selbst in Genf, wo rasant ansteigenden Mietpreise ein Naturgesetz zu sein schienen, gingen die veröffentlichten Preise um 1,2 Prozent zurück. Weiter aufwärts gingen die Mietzinsen hingegen in den Kantonen Zürich (+0,7 Prozent) und Bern (+0,4 Prozent).

«In Zürich gehen Wohnungen ab 3500 Franken schlecht weg»

Es handelt sich zwar nicht um spektakuläre Preisausschläge. Die Entwicklung insgesamt bestätigt aber nach vielen Jahren mit heftig steigenden Angebotsmieten die Trendumkehr. Ursachen dafür sind auf der Angebotsseite die tiefen Zinsen, die institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Versicherungen jedes Jahr Milliarden von Franken in den Mietwohnungsmarkt investieren lassen. Gleichzeitig ist die Einwanderung von Fachkräften aus den EU-Ländern nur noch halb so stark wie noch vor fünf Jahren. Kurz: Ein stark gewachsenes Angebot trifft auf eine leicht rückläufige Nachfrage. «Der Schweizer Mietermarkt entwickelte sich in den vergangenen Jahren immer mehr von einem Vermieter zu einem Mietermarkt», sagt Carina Schönenberger, Mediensprecherin von Homegate.ch dazu.

Dass sich die Mieter mehr und mehr am längeren Hebel befinden, macht der Angebotsmietindex deutlich. Er sagt aus, wie sich die Inserate für zu vermietende Wohnungen entwickelt haben. In einigen Kantonen gab es im Juli mehr als 10 Prozent mehr Wohnungsinserate als im Januar. «Die Mieter bleiben in einer komfortablen Lage. Das grosse zusätzliche Angebot an Wohnraum wird nicht vollständig absorbiert und die Vermieter sind daher einer grösseren Konkurrenz ausgesetzt», sagt Schönenberger weiter. Die Konkurrenz spielt freilich in den verschiedenen Preisklassen unterschiedlich stark. Für günstige Wohnungen finden sich nach wie vor recht schnell Mieter. «Doch in Zürich gehen teure Wohnungen ab 3500 Franken schlecht weg. Dieser Trend lässt sich auch in anderen Regionen beobachten», sagt Schönenberger.

Bei Homegate.ch und der Zürcher Kantonalbank rechnet man in Zukunft mit weiterhin gemächlich sinkenden Preisen. Über das ganze 2018 soll der inserierte Mietzins nach ihren Prognosen um durchschnittlich 1,5 Prozent abnehmen.

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