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Milliarden für Novartis: Eine riskante Wette

Daniel Zulauf, Reporter Wirtschaft, über den Pharmakonzern Novartis und seine Suche nach Ideen für neue Medikamente.
Daniel Zulauf
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Vas Narasimhan ist noch keine drei Monate als CEO von Novartis im Amt, und schon traut er sich eine Riesenwette zu. Der Basler Pharmakonzern kauft das US-Forschungsunternehmen Avexis für 8,7 Milliarden Dollar. Die kleine Firma wurde erst 2010 gegründet, sie zählt nur etwa 200 Angestellte, und ihr Vermögen besteht im Wesentlichen aus einer Idee.

Der Zukauf zeigt, wie dringend Novartis auf der Suche nach frischen Ideen für neue Medikamente mit potenziellen Milliardenumsätzen ist. Im kommenden Jahr erfolgt in den USA der Patentablauf beim derzeit grössten Novartis-Blockbuster, dem MS-Präparat Gilenya, und bald darauf verliert auch das Krebsmedikament Afinitor den Patentschutz. Die beiden Medikamente spülen derzeit jährlich knapp 5 Milliarden Dollar in die Novartis-Kasse. Für den Ausgleich solcher Lücken reichen die internen Forschungskapazitäten schon lange nicht mehr. Novartis ist deshalb auf fremde Forschungserfolge angewiesen.

Doch mit solchen Zukäufen sind auch Risiken verbundenen. Das zeigt sich beispielhaft am Fall Avexis. Dessen Therapie zur Behandlung einer schlimmen Form von genetischem Muskelschwund ist zwar viel versprechend, aber die klinische Testreihe an 15 Säuglingen ist kaum gross genug, um die Therapie bereits als Erfolg feiern zu können. Novartis geht aber auch so ein beträchtliches Risiko ein, denn in den reichsten Ländern dieser Welt, in denen überhaupt die Mittel zur Finanzierung der Therapie vorhanden sind, dürften kaum mehr als 10 000 Patienten leben. Dementsprechend teuer wird Novartis die Therapie auch verkaufen müssen, um den hohen Kaufpreis rechtfertigen zu können.

Daniel Zulauf

daniel.zulauf@luzernerzeitung.ch

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