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MINERALWASSER: Knutwiler gräbt der Konkurrenz das Wasser ab

In einem umkämpften Umfeld gewinnt das Zentralschweizer Mineralwasser Marktanteile. Eine Strategie mit Fokus auf die lokale Produktion macht es möglich.
Raphael Bühlmann
Blick in die neu erstellte Logistikhalle der Mineralquelle Bad Knutwil, die 6 Millionen Franken gekostet hat. (Bild: PD)

Blick in die neu erstellte Logistikhalle der Mineralquelle Bad Knutwil, die 6 Millionen Franken gekostet hat. (Bild: PD)

Raphael Bühlmann

Beim «Chnuteler Mineral» läuft das Geschäft weiter nach dem Sinn der Unternehmensführung. Verantwortlich beziehungsweise Eigentümer und Verwaltungsratspräsident der Mineralquelle Bad Knutwil AG ist seit 2010 Oscar J. Schwenk, den man als Patron der Pilatus-Flugzeugwerke kennt. Seit er die Geschicke der Mineralquelle übernommen hat, sprudelt das Geschäft, oder wie es CEO Stefan Suter sagt: «Die konsequente regionale Strategie auf den Zentralschweizer Markt ist die Grundlage des jüngsten Erfolgs.» Mit der Kampagne «Üses Wasser» oder der Unterstützung des Zentralschweizer Hoffnungsträgers Joel Wicki für das Eidgenössische 2019 gibt man dem «Chnuteler» bewusst den Zentralschweizer Anstrich. Und dieser kommt an.

2017 betrug die Absatzmenge rund 22 Millionen Flaschen. Seit 2010 entspricht dies einer jährlichen Zunahme von rund 10 Prozent, und dies nicht etwa in einem Wachstumsmarkt. «Wir befinden uns in einem Verdrängungsmarkt», hält Suter fest. Dass man den Absatz dennoch zu steigern vermag, ist gleichbedeutend damit, dass die Knutwiler der Konkurrenz das Wasser beziehungsweise Marktanteile abzugraben vermögen. «Unser Wachstum zeigt, dass wir dank guter Produkte, regionaler Positionierung und Kundennähe weiterhin gute Marktchancen haben», erklärt Suter den Erfolg, der das Unternehmen allerdings an seine Kapazitätsgrenzen stossen liess.

Aufwendiges Umzonungsverfahren

«Starkes Absatzwachstum und zu wenig Lagerkapazitäten führten zum Entscheid, eine neue Logistikhalle zu bauen und sämtliche Getränke am Standort Bad Knutwil zu lagern», heisst es beim Unternehmen in einer gestern versandten Mitteilung. Bereits vor vier Jahren sei man deshalb in die entsprechende Bauplanung gestartet. Nach aufwendigem Umzonungsverfahren – von der Landwirtschafts- in eine Sonderbauzone mit verschiedenen Auflagen – habe man die neue Halle nun schliesslich doch in gerade mal acht Wochen errichten können. Die Gesamt­investition belief sich auf 6 Millionen Franken. Dabei habe man getreu der eigenen Verkaufsstrategie auf das lokale Gewerbe gesetzt und ausschliesslich Zentralschweizer Holz für die Konstruktion verwendet.

Die so entstandene 4000 Quadratmeter grosse Lagerhalle biete gemäss Angaben des Unternehmens Platz für rund vier Millionen abgefüllte Flaschen. «Die Inbetriebnahme hat dabei sehr gut funktioniert, und die Halle ist aktuell zu rund zwei Dritteln ausgelastet», erklärt Knutwiler-CEO Suter auf Anfrage unserer Zeitung. Bei der Installationen setzte Knutwiler auf moderne Technik. So erfolgt die Einlagerung mittels fahrerloser Staplersysteme. Drei Anpassrampen sorgten zudem für den optimalen Verlad der Lastwagen. Stellen würden trotz dieser Automation und gesteigerter Effizienz allerdings keine gestrichen, versichert Suter. Man behalte mit den derzeit 32 Mitarbeitenden den Status quo. Der Geschäftsführer lässt dabei nicht unerwähnt, dass man in den vergangenen fünf Jahren mehr als zehn neue Vollzeitstellen geschaffen habe.

Auch würde durch den Neubau in den bestehenden Hallen Platz frei für den Ausbau der Produktionsanlagen. Bereits erfolgt sei der Projektstart für die zweite Abfülllinie, deren Betrieb ab Frühjahr 2019 geplant sei. «Ein Meilenstein, der uns die gesuchten Kapazitätsreserven verschafft», so CEO Suter. Absatzseitig wolle man dann aber doch den Sprung über die Zentralschweiz hinaus schaffen. Das Bedürfnis nach regionalem Schweizer Mineralwasser sei vorhanden, ist man in Knutwil überzeugt.

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