UBS
Mitarbeiter greifen UBS-Boss Grübel an

Oswald Grübel ist nicht bekannt für seinen Charme. Im Interview mit der Zeitung «Sonntag» greift die Angestelltenvertreterin der UBS - Ella Planta - den UBS-CEO scharf an. Grübel würde mit seiner ruppigen Art die Mitarbeiter verschrecken.

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UBS-CEO Oswald Grübel

UBS-CEO Oswald Grübel

Keystone

Ob Staatsvertrag, PUK oder GPK. Die UBS kommt nicht zur Ruhe. Das stösst den UBS-Mitarbeitern sauer auf. «Der grösste Wunsch der Mitarbeiter ist Ruhe für die UBS», sagt Elli Planta - Präsidentin der UBS-Angestelltenvertretung - im Gespräch mit der Zeitung «Sonntag».

Die Drohung ihres Vorgesetzten Oswald Grübel - den Devisenhandel ins Ausland zu verlegen, sollte die Grossbank ihre Risiken zu stark reduzieren müssen - findet die Angestelltenvertreterin deshalb kontraproduktiv.

UBS-Angestellte sind nicht Mandela

«Mit Ausnahme von Gandhi oder Mandela werden die Leute mies, wenn sie auf Dauer unter Druck stehen. Das versuchte ich auch Herrn Grübel klar zu machen», sagt Planta. Grübel seinerseits wolle derweil nicht wahrhaben, dass er mit seiner ruppigen Art, die Leute verschrecke. Grübels grösstes Problem sei, dass «er glaubt, alle Mitarbeiter seien wie er».

«Doch nicht alle sind so mutig, so stark, so rational, so unverdrossen wie er und krisentauglich.» Im Gegenteil: Die Mehrheit der Mitarbeiter - «bis in die höchsten Chefetagen» - seien verängstigt, zumal in Krisen.

Auch der Nachfolge von Planta, Dieter Biegger greift die UBS-Spitze an. «Die Äusserungen von Herrn Grübel haben bei Mitarbeitern zu Fragezeichen geführt.» Denen müsse sich Grübel intern stellen. «Die Mitarbeiter können sich mit der Gewissheit an mich wenden, dass ich berechtigte Anliegen gegenüber den Verantwortlichen thematisieren werde».